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Yussuf Poulsen: „Der HSV ist ein geiler Verein“

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Yussuf Poulsen ist nach zwölf Jahren Leipzig nach Hamburg gewechselt.

Dänen gehörten in erfolgreicheren Zeiten beim HSV zum festen Inventar, sind aber zuletzt seltener geworden. Yussuf Poulsen wird der 13. Däne, der für die Hamburger in der 1. oder 2. Bundesliga kickt.

Nach zwölf Jahren bei RB Leipzig hat Yussuf Poulsen eine neue Herausforderung in Deutschland angenommen und soll nach der Bundesliga-Rückkehr des Hamburger SV dem Traditionsklub zum Klassenerhalt verhelfen.

„Der HSV ist ein geiler Verein. Mein erstes internationales Spiel, das ich je gesehen habe, war im UEFA-Cup das Spiel zwischen dem FC Kopenhagen und dem HSV (2005, d. Red.). Ich erhoffe mir, hier viel Wertschätzung zu bekommen. Ich gebe immer alles und lasse mein Herz bei jedem Training und bei jedem Spiel auf dem Platz“, sagt der 31-Jährige zur Webseite des Bundesliga-Aufsteigers.

Der Däne soll im Sturm den Abschied von Davie Selke kompensieren und im Pressing härter anlaufen als Robert Glatzel, der um seinen Platz im Angriff bangt.

„Er ist ein Gesicht der Bundesliga. Er weiß nur zu gut, worauf es nach einem Aufstieg ankommt, um die Klasse zu halten und sich in der Bundesliga langfristig zu etablieren", so HSV-Vorstand Stefan Kuntz zu „hsv.de“.

Poulsen ist Rekordspieler von RB Leipzig

Yussuf Poulsen spielte seit 2013 bei RB Leipzig, stieg mit dem Verein von der Dritten Liga in die Bundesliga auf und ist mit 425 Pflichtspieleinsätzen (95 Tore) Rekordspieler von RB. Zuletzt war der 31-Jährige aber kein Stammspieler mehr.

„Ich habe immer gesagt, hoffentlich kommt der HSV bald wieder in die Bundesliga. Ich bin auch aufgestiegen und weiß, wie viel Euphorie das mitbringen kann. Ich will so erfolgreich sein wie möglich und hoffe, dass wir gemeinsam eine tolle Saison erleben", sagt der 86-fache dänische Nationalspieler.

In die Fußstapfen von Bjørnmose und Bastrup

„Das wird spannend, das wird geil, das wird hart, das wird lustig“, so Yussuf Poulsen zu „sky.de“: „Es herrscht ein sehr gutes Klima. Alle haben die Euphorie aus der vergangenen Saison mitgenommen. Euphorie allein reicht nicht für den Klassenerhalt, aber siehe Freiburg oder Heidenheim, wo man nach dem Aufstieg mit Geschlossenheit und klugem Coaching in der Liga blieb. Und mehr als das. Warum also nicht auch der HSV? Vielleicht geht auch mehr. Lass uns mal sehen.“

Yussuf Poulsen wird der 13. Däne, der für den HSV in der 1. oder 2. Bundesliga spielt. Die Vorgänger waren Ole Bjørnmose (1971-77), Lars Bastrup (1981-83), Allan Hansen (1982-84), John „Faxe“ Jensen (1988-90), Stig Tøfting (1993-94), Jakob Friis-Hansen (1996-98), Allan K. Jepsen (1997-99), Thomas Gravesen (1997-2000), Lars Jacobsen (2002-04), Kim Christensen (2001-03), Michael Gravgaard (2009) und Mikkel Kaufmann (2021-22)

Aus keiner anderen Nation standen so viele Spieler beim HSV unter Vertrag wie aus Dänemark. Dazu gehören auch der ehemalige Sønderjyske-Sportchef Ole Nielsen (1985-88) sowie Nationalspieler Christian Nørgaard (2012-13), die ohne Bundesliga-Einsatz blieben.