Tennis

Turniersieg von homophoben Beleidigungen überschattet

Turniersieg von homophoben Beleidigungen überschattet

Turniersieg von homophoben Beleidigungen überschattet

Biella
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Holger Rune hat sich nach seiner verbalen Entgleisung entschuldigt. Foto: Oscar Roberto Castro/Ritzau Scanpix

Holger Rune hat den größten Erfolg seiner noch jungen Tennis-Karriere gefeiert, doch nicht der Turniersieg in Italien, sondern der verbale Entgleisung des dänischen Tennis-Talents war das große Gesprächsthema.

Holger Rune hat den ersten Turniersieg seiner Karriere auf der Challenger Tour gefeiert. Der dänische Tennisspieler hat sich in einem dramatischen Endspiel im italienischen Biella gegen den Argentinier Marco Trungelliti mit 6:3, 5:7, 7:6 durchgesetzt. Der entscheidende Tiebreak ging mit 7:5 an den 18-Jährigen aus Kopenhagen, der in der Weltrangliste 50 Plätze hinter dem Argentinier steht.

Das große Gesprächsthema war allerdings nicht der Turniersieg, sondern eine verbale Entgleisung des dänischen Tennis-Talents beim Halbfinale am Sonnabend gegen den Argentinier Tomas Etcheverry. Fernsehaufzeichnungen belegen, dass Holger Rune seinen Gegenspieler als „Bøsserøv“ (Schwuler Arsch) und „Bøsse“ (Schwul) beschimpft hatte.

Holger Rune hat sich nach dem Finalsieg für seine verbale Entgleisung entschuldigt.

„Ich habe keinen verletzen wollen. Ich habe vollen Respekt vor Homosexuellen. Ich werde nie wieder solche Dinge sagen“, so Holger Rune zu „TV2 Sport“: „Ich liebe die Diversität. Ich habe nichts gegen Schwule. Wirklich nichts.“

Die dänische Tennis-Hoffnung ist sich bewusst, dass er nach seiner verbalen Entgleisung in der Kritik steht.

„Ich bin noch jung und muss lernen. Ich kann es mir nicht erlauben, solchen Mist zu sagen. Ich habe einen Denkzettel bekommen, und ich finde es fair, dass die Leute dies kommentieren. Das ist nicht in Ordnung“, sagt Holger Rune.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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