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Schallende Ohrfeige für SønderjyskE-Handballer

Schallende Ohrfeige für SønderjyskE-Handballer

Schallende Ohrfeige für SønderjyskE-Handballer

Sonderburg/Sønderborg
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Frederik Børm sah nach einem Frustfoul sowohl die Rote als auch die Blaue Karte. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballer waren kaum wiederzuerkennen. Nach einem starken Saisonstart mit einigen berauschenden Vorstellungen haben sich die Hellblauen einen Aussetzer geleistet und vor eigenem Publikum eine schallende Ohrfeige einstecken müssen.

Mit der 27:32-Niederlage gegen Skanderborg Håndbold waren sie am Ende noch gut bedient. Ein Aufbäumen in den letzten 20 Minuten konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass es es lange Zeit eine desolate Vorstellung war.

Die Verantwortlichen von SønderjyskE hatten bereits vor der Saison eine Achterbahnfahrt mit großen Leistungsschwankungen befürchtet, doch ein solcher Leistungsabfall war kaum zu erwarten.

Skanderborg hatte den Schlüssel zur SønderjyskE-Deckung gefunden. Das sah mitunter mehr als leicht aus, wie die Gäste durch die Abwehr des Gastgebers marschierten. Sportdirektor Simon Hajdu Lindhardt tobte auf seinem Stammplatz hinter dem Tor, konnte sich keineswegs mit der Leistung seiner Mannen anfreunden.

Nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff haperte es gewaltig. Der Rückraum war in der ersten Halbzeit ein Totalausfall. Aaron Mensing war total abgemeldet und konnte bei nur einem Versuch null Tore aufweisen. Auch Oskar Sunnefeldt stand neben sich, nachdem er Mitte der ersten Halbzeit einen Schlag ins Gesicht bekam. Kristian Bonefeld sah dafür die Rote Karte, doch es sollte nicht die einzige bleiben.

Frederik Børm ließ sich in der 29. Minute zu einem Frustfoul hinreißen und sah für seinen Ellenbogencheck nicht nur die Rote Karte, sondern auch die Blaue Karte und muss mit einer Sperre rechnen. Skanderborg hatte zu diesem Zeitpunkt aus einer 9:8-Führung (18.) ein 18:11 gemacht. Die Gäste profitierten vom Fehlerfestival des Gegners, der immer verkrampfter agierte.

Das wurde nach dem Seitenwechsel nicht anders. Mit 13:22 (35.) und 16:25 (41.) lagen die Hausherren hinten, bevor sie wenigstens Moral zeigten und sich gegen das drohende Debakel stemmten. Beim 21:26 in der 46. Minute keimte sogar noch Hoffnung auf, dass da noch etwas drin war, aber zu viele SønderjyskE-Handballer blieben an diesem Abend unter ihren Möglichkeiten. Wann hat es das zum letzten Mal gegeben, dass Aaron Mensing in der 44. Minute sein erstes Tor erzielt hat? Lediglich die Außen, Christian Jensen und Mikkel Møller, liefen zur Normalform auf.

SønderjyskE - Skanderborg Håndbold (12:19) 27:32

SønderjyskE: Kristian Dahl Pedersen, Josip Cavar – Rasmus Bertelsen, Sveinn Johansson (1), Jon Andersen (5), Oliver Nøddesbo Eggert (2), Frederik Børm, Oskar Sunnefeld (2), Christian Jensen (9), Kasper Olsen, Lasse Hamann-Boeriths, Steffan Kjer Høi, Aaron Mensing (2), Mikkel Hansen, Mikkel Kjær Møller (6/2), Arnar Birkir Halfdansson.

Skanderborg: Kristoffer Laursen, Salah Boutaf – Nikolaj A. Nielsen (7), Jonas Samuelsson (4), Lars Skaarup (1), Kristian Bonefeld, Mads Kalstrup Honoré, Morten Kirk Olesen (2), Jeppe Hansen, Mike Haack, Marcus Mørk (1), Morten Balling (4/1), Matthias Smed, Cornelius Kragh Aastrup (5), Mathias Bitsch (7).

Rote Karten: Kristian Bonefeld (17.), Frederik Børm (29.) Zeitstrafen: 4:2. Siebenmeter: 3:1. Schiedsrichter: Henrik Mortensen/Jesper Kirkholm Madsen. Zuschauer: 2.153.

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Gewollt und „die Ungewollten““