FUSSBALL

Wechselorgie mit wenig Höhepunkten

Wechselorgie mit wenig Höhepunkten

Wechselorgie mit wenig Höhepunkten

Apenrade/Aabenraa
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Mads Hansen war einer der Gewinner des Testspiels gegen Kolding IF. Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

Wie schafft man es, unter provinziellen Bedingungen professionelle Leistungen auf den Rasen zu bringen? SønderjyskE übt noch.

Keine Umkleidekabine, keine Zuschauer, keine Stimmung. An diese schwierigen Umstände werden sich die Profifußballer von SønderjyskE vermutlich für den Rest der Saison gewöhnen müssen. Und zwar möglichst schnell, denn am 2. Juni geht es schon wieder los.

Das Testspiel am Freitag gegen Kolding IF offenbarte, dass die Spieler noch weit von der gewünschten Ligaform entfernt sind. In einer Partie mit wenigen Highlights trennte sich das Team von Trainer Glen Riddersholm mit 1:1 vom Lokalrivalen. Spielerisch ging nicht viel bei den Mannschaften, doch die Partie war auch aus anderen Gründen wertvoll für SønderjyskE.

Eine gute Investition

„Zunächst einmal bin ich froh, dass unser Verein es möglich gemacht hat, dass wir überhaupt Testspiele machen können. Wir nehmen viel aus dem Spiel mit. Für die Spieler war es nicht nur eine sportliche, sondern in erster Linie auch eine mentale Herausforderung“, sagt Glen Riddersholm zum „Nordschleswiger“. „Es ist schon ein ungewohnter und merkwürdiger Rahmen, dass sich die Spieler auf der Tribüne umziehen müssen und vor einer Geisterkulisse spielen. Trotzdem müssen sie abliefern. Daran müssen wir uns gewöhnen, und daher ist jedes Spiel, das wir unter diesen Umständen machen, eine gute Investition“, so der Trainer.

Erneuter Wechsel auf der linken Seite

SønderjyskE begann in der ersten Hälfte mit einer Aufstellung, die man so in großen Teilen beim Restart der Liga erwarten darf. Als linker Verteidiger wurde gegen Kolding IF Johan Absalonsen eingesetzt. Vor ihm spielte Julius Eskesen.

Vor dem Spiel hatte Glen Riddersholm erklärt, der Fokus liege auf der defensiven Organisation und dem Aufbauspiel aus der Abwehr heraus. Nur eines gelang zu seiner Zufriedenheit.

„Die Defensive hat gut funktioniert. Wir haben nicht viele Chancen zugelassen und geraten nicht besonders unter Druck. Da haben wir viel richtig gemacht“, so Glen Riddersholm. Die Innenverteidigung mit Pierre Kanstrup und Stefan Gartenmann stand stabil, wurde allerdings auch nie richtig in Bedrängnis gebracht.

Mangelhaftes Aufbauspiel

Im kontrollierten Aufbau nach vorne haperte es allerdings. „Mit dem Umschaltspiel war ich heute nicht zufrieden. Die Abstände waren zu groß, und wir machen viele einfache Fehler. Der spielerische Aufbau hat nicht funktioniert“, so Glen Riddersholm, der mit dem Trio Christian „Greko“ Jakobsen, Rasmus Vinderslev und Emil Frederiksen in die erste Halbzeit ging.

Zehn Wechsel in der Pause

Nach 45 torlosen Minuten wurden alle Feldspieler bei SønderjyskE ausgewechselt. Mit Mads Winther, Steffen Svenningsen und Mads Hansen bekamen junge Spieler eine Chance, die im engen Spielkalender der Restsaison noch wichtig werden können. Besonders Mads Hansen tat sich dabei hervor und erntete ein Sonderlob von seinem Trainer. Am kommenden Dienstag steht das nächste Testspiel an, wenn SønderjyskE gegen den amtierenden Meister FC København antritt.

„Wir werden am Wochenende entscheiden, ob wir in der Halbzeit wieder komplett durchwechseln, oder ob einige Spieler länger auf dem Feld bleiben. Wir können noch vieles besser machen, aber jede Minute auf dem Platz zählt für uns – schon allein, um uns an die Umstände zu gewöhnen“, sagt Glen Riddersholm.

Kolding IF – SønderjyskE (0:0) 1:1

1:0 Jeppe Hansen (50.), 1:1 Mads Albæk (81.)

SønderjyskE 1. Halbzeit: Sebastian Mielitz – Jeppe Simonsen, Pierre Kanstrup, Stefan Gartenmann, Johan Absalonsen – Christian „Greko“ Jakobsen, Rasmus Vinderslev, Emil Frederiksen – Alexander Bah, Anders K. Jacobsen, Julius Eskesen.

SønderjyskE 2. Halbzeit: Sebastian Mielitz – Mads Winther (83. Mads Steenberg), Patrick Banggaard, Isak Olafsson, Nicholas Marfelt – Mads Albæk (88.: Jannick Liburd), Eggert Jonsson, Mads Hansen – Peter Christiansen, Artem Dovbyk, Steffen Svenningsen (89.: Arman Taranis).

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