Eishockey

SønderjyskE klaut dem Spitzenreiter die Punkte weg

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hørsholm
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Der ehemalige SønderjyskE-Stürmer Tyler Fiddler biss sich an Patrick Galbraith die Zähne aus. Foto: Per Sørensen/Ritzau Scanpix

Torwart Patrick Galbraith konnte den Sturmlauf des souveränen Tabellenführers bremsen und war beim 5:2-Auswärtssieg gegen Rungsted Seier Capital der Fels in der Brandung.

Eishockey ist manchmal eine merkwürdige Sportart. Die Eishockeyspieler von SønderjyskE spielten am Freitagabend zwei Drittel lang Blue Fox Herning an die Wand, kassierten aber eine 1:4-Schlappe. 44 Stunden später waren die Hellblauen über weite Strecken in die Defensive gedrängt, entführten aber im Auswärtsspiel gegen den souveränen Tabellenführer Rungsted Seier Capital einen klaren 5:2-Sieg.

„Rungsted ist das beste Team der Liga. Wir sind das einzige Team, das in Rungsted gewonnen hat, und wir haben es jetzt sogar zweimal gemacht“, freute sich SønderjyskE-Trainer Mario Simioni und weist auf den 3:0-Sieg Anfang Oktober hin: „Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel hingelegt, Ich freue mich über den Sieg und darüber, dass wir nach dem Herning-Spiel zurückgeschlagen haben. Da haben wir nur ein starkes Drittel hingelegt, weil wir nach dem ersten Drittel zu selbstgefällig rausgekommen waren.“

SønderjyskE war im ersten Drittel gegen Rungsted mit dem ersten Torschuss nach sage und schreibe 13 Minuten und 30 Sekunden in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt führte Rungsted die Schussstatistik mit 9:0 an, auch weil die Gäste bereits zweimal in Unterzahl gespielt hatten.

„Wir haben beim Penalty-Killing einen guten Job gemacht, auch in zweiten Drittel. Und dann war unser Powerplay brandgefährlich“, so Simioni.

Mads Lund hatte eine Überzahl-Situation zum schmeichelhaften 0:1 genutzt. Das war nur der Anfang einer beeindruckenden Powerplay-Bilanz der Gäste an diesem Tag. Steffen Frank und Jordan Pietrus erhöhten im Mitteldrittel, als SønderjyskE mit einem Mann mehr auf dem Eis stand.

Rungsted verkürzte zu Beginn des Schlussdrittels durch den ehemaligen SønderjyskE-Stürmer Nikolaj Rosenthal in Überzahl auf 1:3 und hatte bei einer weiteren Powerplay-Situation die Chance, noch einmal Spannung in die Partie zu bringen, doch Mads Lund machte mit einem Kontertor in Unterzahl den Sack zu.

Rungsted Seier Capital - SønderjyskE (0:1,0:2,2:2) 2:5
0:1 Mads Lund (Ass.: Phil Marinaccio, Christian Silfver/5 gegen 4), 0:2 Steffen Frank (24:01/Ass.: T.J. Moore, Matt Prapavessis/5 gegen 4), 0:3 Jordan Pietrus (Ass.: Christian Silfver, Phil Marinaccio/5 gegen 4), 1:3 Nikolaj Murholt Rosenthal (43:52/5 gegen 4), 1:4 Mads Lund (46:38/4 gegen 5), 1:5 T.J. Moore (52:43/Ass.: Frederik Bjerrum, Steffen Frank), 2:5 Charlie Sarault (58:36/5 gegen 4).
Zeitstrafen: Rungsted 1x10 (Joachim Holten-Møller) und 5x2 – SønderjyskE 7x2 Minuten. Schiedsrichter: Daniel Bøjle/Tim Tzirtziganis. Zuschauer: 1.022.

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