Politik

Dänische Regierung plant vorerst kein Verbot der Muschelfischerei in der Flensburger Förde

Vorerst kein Verbot der Muschelfischerei in der Flensburger Förde

Vorerst kein Verbot der Muschelfischerei

Kopenhagen
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Miesmuscheln, die auf einem Findling ein Zuhause gefunden haben, werden bei Niedrigwasser sichtbar. Foto: Lars Laursen/Biofoto/Ritzau Scanpix

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Die Sozialistische Volkspartei wollte von Fischereiminister Jacob Jensen wissen, ob sich sein Ministerium nicht erkundigen wolle, welche Gründe südlich der Grenze zum Verbot der Muschelfischerei geführt haben. Der Minister sieht keinen Bedarf. Ganz vom Tisch scheint ein Verbot aber nicht.

Die dänische Regierung, bestehend aus Sozialdemokratie, Moderaten und der Partei Venstre, hegt derzeit nicht die Absicht, die Muschelfischerei im dänischen Teil der Flensburger Förde zu verbieten. Dies geht aus einer Antwort des zuständigen Fischereiministers Jacob Jensen (Venstre) auf eine parlamentarische Frage hervor, gestellt von Marianne Bigum und Karina Lorentzen Dehnhardt, beide Sozialistische Volkspartei (SF). Die Politikerinnen wollten wissen, ob die Regierung vorhabe zu prüfen, welche Gründe auf der deutschen Seite der Förde dazu geführt hatten, dass ein derartiges Verbot ausgesprochen wurde.

Eine „hammerarrogante Haltung“, wie Dehnhardt laut „Flensborg Avis“ findet. Man habe mehrmals beim Minister nachgefragt, die Antwort sei immer gleich ausgefallen. Man untersuche nichts, da man kein Verbot plane, so Dehnhardt in der Zeitung.

Wie die Zeitung „JydskeVestkysten“ allerdings berichtet, schließt Fischereiminister Jacob Jensen nicht aus, dass Dänemark die Muschelfischerei im dänischen Teil der Flensburger Förde verbietet. In einer Antwort auf eine verwandte parlamentarische Frage kündigt er gegenüber Dehnhardt an, dass eine Fischereikommission am 1. Oktober Empfehlungen aussprechen wird, wie es für die dänische Fischerei weitergehen soll, um diese nachhaltig aufzustellen. Jensen deutet an, dass nach dem 1. Oktober die Regierung dann auch über das Verbot von Grundschleppnetzen im Seegebiet der Belte (bælthavet) entscheiden könnte. Ein solches Verbot sollte Anfang des Jahres kommen, nach der Parlamentswahl wurde es, wie „sportsfiskeren.dk“ vermeldet, auf Eis gelegt.

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