Deutsche Minderheit

25 Jahre Waldkindergarten – das wird gefeiert

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Feldstedt/Felsted
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Vier Zwerge (fast) allein im Wald: Die Kinder erleben die Natur täglich hautnah – zu jeder Jahreszeit. Foto: Karin Riggelsen

Start des früheren Quarser Kindergartens in Feldstedt mit großem Einsatz von Eltern, Mitarbeitern und Politik. Drei Pädagogen und eine pädagogische Assistentin kümmern sich um die zur Zeit 12 Kindergarten- und 9 Krippenkinder.

Seit 25 Jahren gibt es den Waldkindergarten und das wird am kommenden Freitag groß gefeiert. Passiert ist in dem Vierteljahrhundert eine Menge, wissen Abteilungsleiterin Ina Ritter und Ragnhild Hannig, die frühere Vorsitzende des Kindergartens, zu berichten. Ein kleiner politischer Krimi begleitete die Gründung des Waldkindergartens, erinnert sich Ragnhild Hannig. „Der Kindergarten lag vorher in Quars in der früheren Kommune Gravenstein und von dort hieß es Anfang der 1990’er Jahre, dass ein deutscher Kindergarten in der Kommune, der in Gravenstein, genug sei. Die Zuschüsse wurden gestrichen und wir mussten sehen, was wir machen, um den Kindergarten zu retten“, erzählt sie.

Ein Standpunkt in der Nähe der deutschen Schule Feldstedt wurde gesucht. „Was ja auch im Fortbestandsinteresse der Schule war“, wie Ranghild Hannig sagt. „Und mit der großen Unterstützung der damaligen Kommune Lundtoft, besonders von Vizebürgermeister Søren Dræby Christiansen und Bürgermeister Martin Buus Madsen, ist es uns geglückt, ein billiges Grundstück zu bekommen und auch beim Bau gab es Hilfe von dort“, berichtet sie weiter. Weitere Gelder kamen vom Bund Deutscher Nordschleswiger.

Seit dem Neubau in einem kleinen Waldstück – daher rührt auch der Name des Kindergartens – hat sich einiges getan. Räume sind verändert, die sogenannte Kindergarage ist angebaut worden, Mobiliar ist umgezogen und die pädagogischen Zugänge zu den Kindern haben sich verändert. „Wir beziehen unser tolles Naturgelände in unsere Arbeit ein. So werden Schaukeln und andere Bewegungserlebnisse aufgebaut und hier vorkommende kleine Tiere können von unseren Kindern in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Außerdem nutzen wir die Obstbäume auf dem Gelände und züchten selbst Gemüse. So gab es unter anderem Kürbissuppe von selbst gezogenen Kürbissen“, erzählt Ina Ritter. Zwischenzeitlich musste die Krippe abgeschafft werden, da zu wenig Kinder den Kindergarten besuchten. „Doch die wurde 2007 wieder eingeführt“, sagt Ina Ritter, die wie Ragnhild Hannig betont, wie sehr Kommune und Eltern den Waldkindergarten unterstützten.

Drei Pädagogen und eine pädagogische Assistentin kümmern sich um die zur Zeit 12 Kindergarten- und 9 Krippenkinder. Seit 2009 ist der Waldkindergarten ein Teil der Deutschen Kindergärten Apenrade (DKA). „Und wir haben immer noch eine sehr positive und aktive Elternschaft, die immer einspringt, wenn eine helfende Hand gebraucht wird“, sagt Ina Ritter.

Sie alle wollen zusammen die Jubiläumsfeier ab 15 Uhr mit einer Kaffeetafel starten. Christiane Frick, die frühere Abteilungsleiterin im Pattbruger Kindergarten, erzählt als „Artesia Märchenbronn“ das Märchen vom Sterntaler. Zum gemütlichen Ausklang wird gegrillt.

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