Touristikprojekt statt Eisenzeitdorf

Investoren für Ersatzbetrieb im Erlebniscenter Hjemsted optimistisch

Investoren für Ersatzbetrieb im Erlebniscenter Hjemsted optimistisch

Investoren für Ersatzbetrieb im Erlebniscenter Hjemsted opt

Scherrebek/Skærbæk
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Das frühgeschichtliche Erlebniscenter bei Scherrebek/Skærbæk stellt am Freitag, 25. Oktober, seinen Betrieb ein. Foto: Danernes Verden

Jørgen Hansen, der Mitinitiator der bei Scherrebek geplanten Touristenattraktion mit Schwerpunkt Wohnmobilgäste, setzt auf Zusammenarbeit – auch mit Kritikern.

Heute öffnet das frühgeschichtliche Erlebniscenter „Hjemsted – Danernes Verden“ zum letzten Mal die Tore für Besucher. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für ein Nachfolgekonzept von neun Investoren aus Scherrebek unter dem Titel Marsk Camp A/S. Sie haben für gut eine Million Kronen das im Bereich einer eisenzeitlichen Siedlung liegende Erlebniscenter von der Kommune gekauft und wollen nach Angaben ihres Sprechers Jørgen Hansen 12 bis 14 Millionen Kronen in die künftige Touristikattraktion investieren. Das 1996 eröffnete Erlebniscenter war immer ein Defizitbetrieb.

Informationversammlung mit 150 Interessierten

„Wir sind optimistisch“, erklärte Jørgen Hansen nach einer Informationsveranstaltung in den Räumen des Erlebniscenters, obwohl dort auch viel Kritik an den Plänen laut geworden war.

Hansen überzeugen vor allem Einwände von Betreibern existierender Campingplätze nicht. „Konkurrenz belebt das Geschäft und erhöht die Qualität“, meinte er zu Kritik u. a. einer Campingplatzbesitzerin auf Röm, die darauf verwiesen hatte, es gebe genug Kapazität, was Stellplätze für Wohnmobile angeht.

„Wir konzentrieren uns auf Wohnmobilgäste“, so Hansen, der aber darauf verweist, dass man bei Bedarf auch Campinghütten und Platz für traditionelle Campingwagen und Zelte anbieten könne. Zu Befürchtungen, die Nachbarschaft könnte unter Lärm durch den neuen Betrieb leiden, sagte Hansen: „Verkehrslärm hätte es auch gegeben, wenn der Erlebnispark die hohe Zahl an Gästen bekommen hätte, die sich alle gewünscht hätten“, so Hansen, der auf Zusammenarbeit vor allem mit bestehenden Einrichtungen in Scherrebek setzt.

Gäste werden örtliche Angebote nutzen

„Unsere Gäste werden auch die örtliche Schwimmhalle im Freizeitcenter nutzen“, erklärt er. Und er geht davon aus, dass die Gäste von Marsk Camp A/S vor allem auch an der Natur der Ballumer Marsch interessiert sind.
„Wir planen einen Fahrradverleih, und in später angebotenen Sheltern können auch Fahrradtouristen unterkommen“, erklärt er.

Hölzerner Aussichtsturm als Attraktion

Eine Hauptattraktion soll ein hölzerner Aussichtsturm von 25 Metern Höhe werden.
Hansen hofft auch, dass die Ausstellung mit rund 1.500 Jahre alten Fundstücken aus dem eisenzeitlichen Dorf weiter an der neuen gezeigt werden kann. Sie befindet sich im Besitz des Verbundes Museum Sønderjylland. „Wir haben es der Freiwilligengruppe angeboten, die für Danernes Verden die Fundstücke betreut, auch bei uns weiterzumachen“, so Hansen. Bis zum 12. November läuft noch die Anhörung zum Projekt mit Platz für 275 Wohnmobileinheiten.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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