Radsport

Stundenrekord nach Dopingfall aberkannt

Stundenrekord nach Dopingfall aberkannt

Stundenrekord nach Dopingfall aberkannt

Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Martin Toft Madsen wurde vor wenigen Tagen dänischer Meister im Einzelzeitfahren. Foto: Scanpix/Michael Drost Hansen

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Martin Toft Madsen hat nach einer positiven Dopingprobe seinen dänischen Stundenrekord abgeben müssen, ist aber mit einem erhobenen Zeigefinger und ohne Sperre davongekommen. Lebensmittelzusätze mit unerlaubten Substanzen waren Schuld an der positiven Dopingprobe.

Martin Toft Madsen hat nach einer positiven Dopingprobe seinen dänischen Stundenrekord abgeben müssen, ist aber mit einem erhobenen Zeigefinger und ohne Sperre davongekommen. Lebensmittelzusätze mit unerlaubten Substanzen waren Schuld an der positiven Dopingprobe.

Der dänische Rad-Profi hatte am 28. Januar im Rahmen des Sechs-Tage-Rennens in Ballerup mit der zurückgelegten Distanz von 52,114 Kilometern einen neuen dänischen Stundenrekord auf, doch die nachfolgende Dopingprobe wiesen Spuren von der leistungsfördernden Substanz DMBA auf. Auch die B-Probe war positiv.

 

Toft Madsen behauptete anschließend, dass die Substanz nur über Lebensmittelzusätze in seinen Körper gelangen konnte, die er legal in Dänemark erworben hatte. Er reichte daraufhin die Lebensmittelzusätze bei Anti Doping Danmark ein, sowohl in geöffneter und ungeöffneter Form. Die dänische Antidopingbehörde, die erstmals diese Vorgehensweise angewandt hat, kam zu dem Schluss, dass die legal erworbenen und nicht verbotenen Lebensmittelzusätze verunreinigt waren und nicht deklarierte, verbotene Substanzen enthielt. Der Sportler ist selbst dafür verantwortlich, welche Substanzen er in seinem Körper hat, aber Toft Madsen hat laut Anti Doping Danmark die gebotene Vorsicht ausgewiesen und kommt mit der kleinstmöglichen Strafe und einem erhobenen Zeigefinger davon.

 

Mehr lesen

Europawahl 2024

Apenrade und der Kreml: Die deutsche Minderheit und die Kommunisten

Kopenhagen Der Kalte Krieg warf dunkle Schatten auf das Leben im Grenzland. Die Hoffnungen, die mit dem „kleinen Frieden“ durch die Bonn-Kopenhagener Minderheitenerklärungen 1955 verbunden waren, konnten die Sehnsucht nach dem großen Frieden nicht ersetzen. Die alarmierende Lage wurde beim Deutschen Tag und der Schuleinweihung in Hoyer deutlich. Dieser Artikel stammt aus einer Archiv-Serie von Siegfried Matlok über das 50-jährige Bestehen der EU.