Fussball

„Es ist einfach zu leicht, gegen uns Tore zu machen“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Aalborg
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die SønderjyskE-Fußballer sind seit 488 Minuten ohne Torerfolg, doch nicht nur die Flaute vor dem gegnerischen Tor wurmt Johan Absalonsen nach der 0:3-Schlappe gegen AaB.

„Ich kann gar nicht beschreiben, wie frustrierend es ist, dass man nach einer an und für sich guten Leistung ohne Punkte und ohne Torerfolg dasteht. Was mich aber fast noch mehr frustriert ist, dass wir nicht in der Lage sind, hinten die Null zu halten. Wir haben drei Gegentore nach Standardsituationen hingenommen und müssen einfach besser verteidigen“, ärgert sich Johan Absalonsen: „Wir können in einem Spiel gute und schlechte Phasen haben, aber egal ob wir gut spielen oder nicht, müssen wir hinten dicht machen. Das ist jetzt keine Kritik an den Torhüter oder an die Abwehr. Das ist eine Kritik an die ganze Mannschaft. Wir sind eine Einheit, aber es ist einfach zu leicht, gegen uns Tore zu machen.“

Nach drei Spielen unter Glen Riddersholm lautet die Bilanz null Punkte und 0:7 Tore. Die SønderjyskE-Spieler zweifeln nicht an dem eingeschlagenen Weg, aber die Zuversicht leidet nach jeder Niederlage.

„Das ist jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. Und der Schlag wird immer härter und tut mehr und mehr weh“, räumt Johan Absalonsen ein: „In ein paar Tagen werden wir sicherlich auch die positiven Dinge sehen, die wir mitnehmen können, besonders in der Offensive, aber das ändert nichts an dem Bild, dass wir zu leicht Gegentore hinnehmen. Daran müssen wir knallhart arbeiten. Das ist bei SønderjyskE immer ein Kernpunkt gewesen. Das darf nicht so einfach sein.“

Die Körpersprache verriet, dass der SønderjyskE-Kicker mit der Leistung des Schiedsrichters bei der 0:3-Niederlage gegen AaB nicht zufrieden war, verkniff sich aber im Gegensatz zu seinem Trainer eine Kritik an Sandi Putros.

„Der Elfmeter ist umstritten, aber das kann können wir nicht ändern. Ich möchte viel lieber darauf blicken, was wir beeinflussen können. Wir sind nicht in der Lage, unsere Torchancen zu nutzen und uns gut genug zu verteidigen. So machen wir uns selbst verwundbar und können durch solche Entscheidungen aus der Bahn geworfen werden“, meint Johan Absalonsen.

Mehr lesen