Eishockey

SønderjyskE kassiert Klatsche in Herning

SønderjyskE kassiert Klatsche in Herning

SønderjyskE kassiert Klatsche in Herning

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Herning
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Foto: DIU

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE werden als Tabellenzweite in die Playoffs um die Meisterschaft gehen. Platz eins ist definitiv futsch, nachdem Rungsted am drittletzten Spieltag in Odense gewann und SønderjyskE in Herning baden ging. Alles deutet darauf hin, dass die Rødovre Mighty Bulls im Viertelfinale der erste Playoff-Gegner sein wird.

Im Duell der beiden erfolgreichsten Klubs des neuen Jahrtausends haben die Hellblauen eine 0:5-Klatsche einstecken müssen. Die Gäste entschieden zwar die Schussstatistik mit 37:29 für sich und machten phasenweise Druck, doch die Tore fielen ausschließlich auf der anderen Seite.

„Es waren nur wenige Qualitätsabschlüsse dabei“, zeigt sich SønderjyskE-Trainer Mario Simioni wenig beeindruckt: „Der zweite Platz war schon gesichert, und so haben wir auch gespielt. Wir waren mit dem Kopf gar nicht bei der Sache. Mental war das alles andere als zufriedenstellend. Wir hatten einige Spieler, die 100 Prozent abgerufen haben, aber viele waren nur bei 80 Prozent. Das ist enttäuschend.“

SønderjyskE geriet durch einen Herninger Doppelschlag Mitte des ersten Drittels mit 0:2 in Rückstand. Torwart Kasper Krog wurde nach dem Anfangsdrittel mit Leistenbeschwerden ausgewechselt, doch auch Patrick Galbraith konnte die Talfahrt nicht aufhalten. Dreimal musste er hinter sich greifen.

„Wir können nicht einfach fünf Gegentore erlauben. Das geht nicht. Wir können auch nicht mit drei Niederlagen in die Playoffs gehen. Das wäre für die Moral in der zehntägigen Pause vor dem Playoff-Beginn nicht gut. In den letzten beiden Spielen geht es nicht nur um den Sieg, sondern um die Attitüde“, meint Mario Simioni.

Die Hellblauen müssen die letzten beiden noch ausstehenden Spiele der regulären Saison am Freitag auswärts gegen Rungsted und am Sonntag zu Hause gegen Esbjerg nutzen, um die Form für die Playoffs zu finden.

Blue Fox Herning hat mit dem klaren Sieg auch eine Botschaft nach Woyens geschickt, bei der Wahl des Viertelfinal-Gegners die Finger vom Rekordmeister zu lassen. SønderjyskE wird auch einen weiten Bogen um den Lokalrivalen Esbjerg Energy machen, der die Hellblauen in den vergangenen drei Jahren ausschaltete. Somit deutet alles auf die Rødovre Mighty Bulls als erster Playoff-Gegner hin, denn Rungsted Seier Capital wird sich als Tabellenführer den Gewinner des Play-Ins zwischen Herlev Eagles und Odense Bulldogs aussuchen.

SønderjyskE hat in der laufenden Saison vier der fünf Begegnungen gegen die Mighty Bulls gewonnen, obwohl vier Spiele in Rødovre ausgetragen wurden. Wegen des Rückzugs von Hvidovre wurde getauscht, damit die Anzahl der Heimspiele aller Klubs gleich blieben. SønderjyskE gewann 3:1, 4:2, 3:2 n.V. und 3:2 n.P., das letzte Duell wurde aber mit 4:5 verloren.

Blue Fox Herning - SønderjyskE (2:0,2:0,1:0) 5:0

1:0 Joonas Riekkinen (10:04/5 gegen 4), 2:0 Lindsay Sparks (11:35), 3:0 Kristoffer Astorp (28:32), 4:0 Jan Dalecky (39:23), 5:0 Zachary Aurelio Torquato (53:39).

Zeitstrafen: Herning 1x2 – SønderjyskE 2x2 Minuten. Schiedsrichter: Thomas Buchardt Andersen/Kenneth A. Larsen. Zuschauer: 1.873.

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