Eishockey

"Es ist schwer, nicht unzufrieden zu sein"

"Es ist schwer, nicht unzufrieden zu sein"

"Es ist schwer, nicht unzufrieden zu sein"

Woyens/Vojens
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Foto: Karin Riggelsen

Die Stimmung ist in der Woyenser SE Arena auf dem Nullpunkt angelangt. Nach der 1:2-Heimpleite von SønderjyskE im Duell der Kellerkinder gegen Herlev Eagles, der siebten Niederlage in Folge, ist im Umfeld der Hellblauen die Diskussion um Trainer Dan Ceman neu entfacht, doch Sportchef Kim Lykkeskov ist nicht bereit, zum jetzigen Zeitpunkt die Reißleine zu ziehen.

“Nein, er läuft nicht Gefahr, seinen Job zu verlieren. Einige Spieler sind zwar zurückgekehrt und andere auf dem Weg zurück, aber es wäre immer noch nicht fair, einen Trainer abzusägen, wenn man bedenkt, welches Material er zur Verfügung gehabt hat“, sagt Kim Lykkeskov: “Die Fans dürfen sich äußern, wie sie wollen. Das ist ihr gutes Recht. Sie können auch meinen Kopf fordern, das müssen wir so hinnehmen. Es ist schwer, nicht unzufrieden zu sein.“

Mehr zum Thema Trainer will der Sportchef nicht sagen, aber es steht im Raum, dass die Geduld mit Trainer und Mannschaft nicht unendlich ist.

“Das ist ein Tiefpunkt, und ich hoffe wirklich nicht, dass es noch weiter abwärts geht. Wenn man in einem Heimspiel gegen Herlev nur ein Tor erzielt, obwohl man massenhaft Powerplay-Möglichkeiten hatte, dann ist das nicht zufriedenstellend. Aber das passiert, wenn man nur 60 Prozent einbringt. Ich hatte schon vorher gesagt, dass wir unsere Probleme bekommen, wenn sich nicht alle einbringen und alle sich nur darauf verlassen, dass die zurückgekehrten Spieler es schon richten werden. Wir kommen da nur raus, wenn alle 100 Prozent geben“, so Lykkeskov.

Auch der Trainer wundert sich, dass die Energie nach einem guten Anfangsdrittel verschwand.

“Wir haben nicht genug getan“, meint Dan Ceman: “Wir haben in den vergangenen vier Spielen große Arbeitsmoral gezeigt und sind mit viel Energie und Intensität rausgekommen, aber in Führung liegend haben wir uns ausgeruht. Wir haben das Heft aus der Hand gegeben, und wir haben nicht gut darauf reagiert, als wir in Rückstand liegend die Tore nicht gemacht haben. Unter dem Druck des Tore machen müssens haben wir schlechte Entschlüsse gefasst. Wir sind frustriert, aber es hilft nur harte Arbeit. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, danach wird vieles einfacher.“

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