Eishockey

Begeisterndes Eishockey-Drama mit Happy End

Begeisterndes Eishockey-Drama mit Happy End

Begeisterndes Eishockey-Drama mit Happy End

Woyens/Vojens
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Foto: Karin Riggelsen

Der Traum vom ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte lebt. Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben  mit großer Moral und Nerven aus Drahtseilen im Penaltyschießen einen erfolgreichen Start in die Finalrunde des Continental Cups erwischt.

Der dänische Vizemeister zeigte eine der besten Saisonleistungen, konnte in den Schlussminuten eines Duells auf hohem Niveau eine drohende Niederlage gegen die Nottingham Panthers abwenden und den Mitfavoriten auf den Titel mit 2:1 nach Penaltyschießen in die Knie zwingen.

MacGregor Sharp hatte knapp vier Minuten vor Schluss eines begeisternden Eishockeyspiels den hoch verdienten Ausgleich erzielt, bevor Nicolaj Henriksen im Penaltyschießen zum gefeierten Helden wurde. Der SønderjyskE-Torwart wehrte alle vier Versuche des Gegners ab, während Justin Maylan und Frederik Bjerrum für die Hellblauen trafen.

SønderjyskE hat somit noch alle Karten in der Hand, wenn er am Sonnabend ab 19.30 Uhr auf den vielleicht größten Turnierfavoriten Neman Grodno aus Weißrussland trifft, der im Eröffnungsspiel Cracovia Krakow aus Polen mit 2:0 geschlagen hatte.

Foto: Karin Riggelsen

3.367 Zuschauer in der Woyenser hatten zuvor eine Begegnung mit Playoff-Charakter gesehen. Es wurde um jeden Zentimeter Eisfläche gekämpft. Die stark eingeschätzten Briten spielten mit großer Härte, häufig auch über die Grenze des Erlaubten hinaus, waren spielerisch aber einer überaus gut aufgelegten SønderjyskE-Mannschaft unterlegen.

SønderjyskE konnte nach einer Verletzungsmisere zum ersten Mal seit langer Zeit auf sämtliche Feldspieler zurückgreifen. Es fehlten lediglich der verletzte Torwart Patrick Galbraith und der aussortierte Anthony Nigro, und in Bestbesetzung zeigte SønderjyskE ein anderes Gesicht als bei den Tiefpunkten im Laufe dieser Saison.

Nach einem ersten Drittel voller Tempo und Intensität mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe diktierten die Hausherren nach dem ersten Seitenwechsel das Geschehen. Mit großer Einsatz- und Laufbereitschaft waren sie meistens einen halben Schritt schneller auf den Kufen unterwegs und zwangen den Gegner zu Fouls. Fast sechs Minuten in Überzahl ließ SønderjyskE ungenutzt, auch weil Josh MacDonald das leere Tore verfehlte. Doch auch bei fünf gegen fünf waren die Gastgeber klar überlegen. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite.

Die Nottingham Panthers nutzten gleich ihre erste Überzahl-Chance der Partie, benötigten allerdings Schützenhilfe und stellten mit einem kuriosen Tor den Spielverlauf im Mitteldrittel auf den Kopf. Der Torschuss von Mark Matheson prallte von der Plexiglasscheibe hinter dem Tor ab, traf die Schlittschuhe von Konsta Mäkinen und kullerte von dort über die Torlinie.

Foto: Karin Riggelsen

Der Rückstand anderthalb Minuten vor dem letzten Seitenwechsel war für SønderjyskE ein Schlag ins Gesicht, von dem man sich erst langsam erholte. Die Hausherren rannten auch im Schlussdrittel an, aber längst nicht mehr so druckvoll wie noch vor dem Rückstand.

SønderjyskE schien langsam die Puste auszugehen, als dann doch noch der Ausgleich fiel. MacGregor Sharp ließ den Knoten platzen, als er knapp vier Minuten vor Schluss die Hartgummischeibe über die Linie drückte.

Der Jubel war groß, und beflügelt durch die Anfeuerrungsrufe von den Rängen drängte SønderjyskE auf den Sieg. Die Hellblauen mussten in der Verlängerung noch einen Lattenkracher von Jake Hansen überstehen, bevor über den verdienten Sieg gejubelt werden durfte.

SønderjyskE - Nottingham Panthers (0:0,0:1,1:0) 2:1 n. Pen.

0:1 Mark Matheson (38:29/4 gegen 3), 1:1 Mac Gregor Sharp (56:11/Ass.: Daniel Galbraith, Steffen Frank/4 gegen 4), 2:1 Justin Maylan (Penalty).

Zeitstrafen: SE 3x2 ­– Nottingham 8x2 Minuten. Schiedsrichter: Aaro Brannare (Finnland)/Daniel Piechaczek (Deutschland). Zuschauer: 3.367.

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