Eishockey

SønderjyskE erreicht Meilenstein in der Vereinsgeschichte

SønderjyskE erreicht Meilenstein in der Vereinsgeschichte

SønderjyskE erreicht Meilenstein in der Vereinsgeschichte

Woyens/Vojens
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Die SønderjyskE-Spieler bei der Nationalhymne. Foto: Karin Riggelsen

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben Geschichte geschrieben und als erste dänische Eishockey-Mannschaft überhaupt einen internationalen Titel geholt.

SønderjyskE hat in den vergangenen 14 Jahren auf nationaler Ebene zahlreiche Titel geholt, hat sich jetzt aber auch auf internationalem Parkett bewiesen und darf sich in der kommenden Saison auf ein drittes Abenteuer in der Champions Hockey League freuen.

Der Continental Cup ist seit der Einführung der Champions Hockey League nicht mehr auf dem gleichen Level wie noch vor einigen Jahren, ist aber immerhin noch der zweitbeste europäische Vereinswettbewerb, vergleichbar mit der Europa League im Fußball oder dem EHF-Pokal im Handball.

Ein bemerkenswerter Triumph für eine SønderjyskE-Mannschaft, die in der laufenden Saison Höhen und Tiefen hinter sich hat, aber anscheinend die Bestleistung abrufen und vielleicht sogar über sich hinaus wachsen kann, wenn es um die Wurst geht. Das verspricht für die Playoffs um die Meisterschaft viel Gutes.

Daniel Madsen und seine Mannschaftskameraden hängten sich voll rein. Foto: Karin Riggelsen

Als Außenseiter auf den Titelgewinn war der dänische Vizemeister bei der Finalrunde des Continental Cups angetreten, doch die Turnierfavoriten Nottingham Panthers aus England und Neman Grodno aus Weißrussland wurden niedergekämpft, bevor der Turniersieg mit einem 3:1-Erfolg vor 4.107 Zuschauern gegen Carcovia Krakow eingetütet wurde.

Die Polen hatten mit zwei Niederlagen an den ersten beiden Tagen ihre Chancen bereits verspielt und konnten sich in der Tabelle nicht mehr verbessern. Dennoch wollte man sich anständig verabschieden. Cracovia Krakow hatte im Gegensatz zu SønderjyskE am Spieltag noch eine Trainingseinheit am frühen Morgen eingelegt und verkaufte sich teuer.

Das Ergebnis fiel am Ende deutlich aus, war aber lange Zeit reine Nervensache und ein hartes Stück Arbeit, doch die SønderjyskE haben die Bewährungsprobe bestanden und konnten mit der Favoritenrolle im abschließenden Spiel gut umgehen.

So sehen Turniersieger aus. Foto: Karin Riggelsen

MacGregor Sharp sorgte für den erhofften Traumstart, als er bereits in der vierten Minute vor dem Tor dem Puck die entscheidende Richtungsänderung gab. Die frühe Führung war Balsam für die Nerven. SønderjyskE wollte nachlegen und drängte auf den zweiten Treffer, doch dieser wollte lange nicht fallen, und es sollten bange Minuten folgen.

Die Gastgeber handelten sich gegen Ende des Anfangsdrittels innerhalb von 65 Sekunden drei Hinausstellungen ein und mussten zwei volle Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis überstehen. Mit großem Kämpferherz gelang nicht nur dies, sondern auch die 2:0-Führung.

Verteidiger Daniel Kønig Hansen, der durch den verletzungsbedingten Ausfall von Josh MacDonald zum Stürmer umfunktioniert wurde, luchste mit großer Einsatzbereitschaft in einer eher aussichtslosen Situation dem Gegenspieler den Puck ab und legte auf Daniel Nielsen auf.

Justin Maylan & Co. bedankten sich für die Unterstützung von den Rängen. Foto: Karin Riggelsen

Das zu Saisonbeginn aus Herning zurückgekehrte Eigengewächs machte mit seinem zweiten Treffer in der ersten Minute des Schlussdrittels den Sack zu, und es konnte auf den Rängen frühzeitig gejubelt werden, auch weil Torwart Nicolaj Henriksen wieder einmal in brenzligen Situationen der Fels in der Brandung war. Der Ehrentreffer der Polen fiel erst in der vorletzten Minute.

SønderjyskE hat nicht nur den ersten internationalen Titel geholt, sondern steht als Turniersieger des Continental Cups als Teilnehmer an der Champions League der kommenden Saison fest.

SønderjyskE - Cracovia Krakow (1:0,1:0,1:1) 3:1

1:0 MacGregor Sharp (3:26/Ass.: Frederik Bjerrum, Steffen Frank), 2:0 Daniel Nielsen (25:24/Ass.: Daniel Kønig Hansen), 3:0 Daniel Nielsen (40:50/Ass.: Konsta Mäkinen), 3:1 Adam Domogala (58:14).

Zeitstrafen: SE 4x2 ­– Krakow 4x2 Minuten. Schiedsrichter: Aaro Brannare (Finnland)/Daniel Piechaczek (Deutschland). Zuschauer: 4.107.

Grund zum Jubeln gab es für die SønderjyskE-Fans. Foto: Karin Riggelsen

Neman Grodno - Cracovia Krakow 2:0

SønderjyskE - Nottingham Panthers 2:1 n.P.

Nottingham Panthers - Cracovia Krakow 4:3

SønderjyskE - Neman Grodno 4:3 n.V.

SønderjyskE - Cracovia Krakow 3:1

Neman Grodno - Nottingham Panthers 3:4

1. SønderjyskE 3 9:5 7

2. Nottingham 3 9:8 7

3. Grodno 3 8:8 4

4. Krakow 3 4:9 0

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