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Auweia Sønderjyske: Patzer gegen den Tabellenletzten

Auweia Sønderjyske: Patzer gegen den Tabellenletzten

Auweia Sønderjyske: Patzer gegen den Tabellenletzten

Hadersleben/Haderslev
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Die Hellblauen von Sønderjyske liefen den Gästen aus Nykøbing immer wieder hinterher. Foto: Karin Riggelsen

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Die Fußballer von Sønderjyske erhielten einen Dämpfer in ihren Bemühungen, in die höchste dänische Spielklasse aufzusteigen. Kellerkind machte es den Hellblauen schwer.

Es bleibt, wie es ist und schon die ganze Saison gewesen ist: Die einzige Konstante bei Sønderjyskes Fußballern ist die Inkonstante. Gerade hatten die Hellblauen den Sprung auf den dritten Platz geschafft, da schmeißen sie alles wieder hin – und das ausgerechnet beim 1:1 (0:1) gegen den Tabellenletzten Nykøbing FC.

Bereits vor dem Heimspiel im Sydbank Park in Hadersleben hatte sich Sønderjyske die Teilnahme an die Endrunde gesichert. Hier geht es nun in zehn Spielrunden um den Aufstieg in die Superliga.

 

Zu selten war Sønderjyske im Heimspiel fliegend unterwegs. Foto: Karin Riggelsen

Auf Platz vier abgerutscht

Doch das Abrutschen auf den vierten Platz – es hätte sogar noch schlimmer kommen können, wenn nicht die Verfolger Næstved und Vendsyssel verloren hätten – kostet den Nordschleswigern nicht nur zwei Punkte, sondern auch extra Fernsehgelder in Höhe von etwa 300.000 Kronen.

Ganz verpufft sind die Chancen auf den Aufstieg in die höchste dänische Spielklasse zwar noch nicht, doch der Abstand ist jetzt noch größer geworden: Sønderjyske beginnt die Endrunde mit einem Rückstand von 16 Punkten auf den Tabellenersten Vejle – der kaum einzuholen ist –, während der Abstand zu Hvidovre neun Punkte beträgt. Dazwischen keilt sich auch noch Helsingør.

Die Teams in der Top-6 spielen jeweils zweimal gegeneinander, und somit haben die Nordschleswiger noch die Chance, sich an Hvidovre heranzukämpfen. Dabei hat Hvidovre in den vergangenen Wochen aber gerade einen Lauf und ist inzwischen seit sechs Pflichtspielen unbesiegt.

Kaum ein Durchkommen für Sønderjyske und Stürmer Peter Christiansen gegen die Abwehr von Nykøbing. Foto: Karin Riggelsen

Pflichtaufgabe nicht gelöst

Die Sønderjyske-Fußballer taten sich von Anfang an schwer gegen das Tabellenschlusslicht. Die Gäste waren im Sydbank Park lange Zeit auf demselben Niveau wie der Aufstiegskandidat, dem zu viele individuelle Fehler unterliefen.

Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard ahnte früh in der ersten Hälfte, dass sich eine Katastrophe anbahnte und reagierte heftig am Spielfeldrand. Ohne Erfolg.

Emil Frederiksen hatte die besten Chancen für den Gastgeber, und in der regulären Spielzeit köpfte Emini an den Pfosten.

Doch dann fiel aus heiterem Himmel das 0:1 (Mads Carlson) für die Gäste in der Nachspielzeit – da waren die Hellblauen mit ihren Köpfen wohl schon in der Kabine beim Pausentee.

Spiel auf ein Tor

Nach der Pause dasselbe Bild: Orri Oskarsson traf nur den Pfosten, Jonas Thorsen verschoss aus kurzer Distanz, Gallego wieder an den Pfosten – das gegnerische Tor blieb wie verhext.

Bis zur 84. Minute. Endlich traf die Heimmannschaft. Oskarsson hatte diesmal das nötige Können und Glück, als er zum 1:1 abstaubte.

Doch mehr wurde daraus nicht. Sønderjyske hatte wieder einmal enttäuscht und eine gute Gelegenheit liegen gelassen. Der Aufstieg in die Superliga ist bei dieser Inkonstanz wohl kaum ein Thema.

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