Deutsche Minderheit

Kulturminister zeigt sich der Volksgruppe gegenüber aufgeschlossen

Kulturminister zeigt sich der Volksgruppe gegenüber aufgeschlossen

Kulturminister aufgeschlossen gegenüber der Volksgruppe

Kopenhagen
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Uwe Jessen, Hinrich Jürgensen, Jakob Engel-Schmidt und Harro Hallmann (von links) Foto: BDN

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Die BDN-Spitze hat sich am Donnerstag erstmalig mit dem neuen Kulturminister Jakob Engel-Schmidt von den Moderaten getroffen. Minderheitenchef Hinrich Jürgensen zeigt sich zufrieden mit dem Kennenlerntreffen.

Es ging nicht um konkrete politische Verhandlungen, sondern ums Kennenlernen, als sich die Führungsspitze des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) am Donnerstag mit dem neuen Kulturminister Jakob Engel-Schmidt (Moderate) getroffen hat.

„Es lief gut, und er war sehr aufgeschlossen“, lautet die Einschätzung des BDN-Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen, als er sich bereits wieder auf dem Rückweg nach Nordschleswig befindet.

Obwohl es vor allem ein erstes Beschnuppern war, hatten er, Generalsekretär Uwe Jessen und Sekretariatsleiter Harro Hallmann dennoch eine Reihe von konkreten Themen mitgebracht. Sprachencharta, finanzielle Gleichstellung des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig, Zuschüsse für die deutschen Grundschulen und die Zukunft des Kontaktausschusses waren einige der Fragen, die die drei BDN-Vertreter angeschnitten haben.

„Der Kulturminister hat aufmerksam zugehört, wir haben uns willkommen gefühlt, und er war sehr gut vorbereitet. Er zeigte sich unseren Anliegen gegenüber offen, doch vieles fällt in die Ressorts anderer Ministerinnen oder Minister“, so Jürgensen.

Kontaktausschuss

Der Kontaktausschuss für die deutsche Minderheit fällt jedoch in Engel-Schmidts eigenes Ressort. Dieser hat zeitweise eher ein Schattendasein geführt. Daher hat der BDN vorgeschlagen, dass er statt beim Kulturministerium direkt beim Folketing angesiedelt wird. Die Minderheitenspitze erhofft sich davon einen aktiveren Ausschuss. 

„Er konnte unsere Argumente sehr gut nachvollziehen und zeigte volles Verständnis dafür, dass wir eine höhere Präsenz wünschen. Er will jedoch zunächst auch die verwaltungsmäßigen Auswirkungen einer solchen neuen Struktur prüfen“, resümiert der BDN-Chef. Es soll ein baldiges Treffen im Kontaktausschuss geben.

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