Volksabstimmung

SSW: Dänische Zeitenwende

SSW: Dänische Zeitenwende

SSW: Dänische Zeitenwende

Berlin/Kopenhagen
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Stefan Seidler vertritt die Partei der dänischen und friesischen Minderheit in Berlin. Er freut sich, dass Dänemark nun auch in der Verteidigungspolitik der EU eine Stimme haben wird. Foto: Kay Nietfeld/AP/Ritzau Scanpix

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Der Bundestagsabgeordnete des Südschleswigschen Wählerverbandes, Stefan Seidler, reiht sich in die Liste der Stimmen ein, die sich über das Ergebnis des dänischen Referendums freuen.

Stefan Seidler, seines Amtes Bundestagsabgeordneter des SSW (Südschleswigscher Wählerverband), sieht in den 66,9 Prozent Ja-Stimmen eine „klares Votum“ der dänischen Bevölkerung.

„Ich freue mich, dass unsere dänischen Nachbarn in Zukunft mit am Verhandlungstisch sitzen und eine Stimme haben werden, wenn wir in diesen bedrohlichen Zeiten über die Stärkung des gemeinsamen Schutzes unserer Heimat in Europa diskutieren“, antwortet er in einer schriftlichen Stellungnahme auf die Anfrage des „Nordschleswigers“.

Historisches Ergebnis

Auch die Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheit nördlich der Grenze freuen sich über das Ergebnis.

„Das hier ist jetzt ein Schritt hin zu mehr Beteiligung und Solidarität in der EU“, sagt Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der das Ergebnis – nicht als Einziger – als „historisch“ bezeichnet.

Seidler drückt es in etwas anderen Worten aus: „Auch dies ist eine Zeitenwende: Skandinavien rückt näher an Europa. Nachdem Schweden und Finnland Antrag auf Aufnahme in die Nato gestellt haben, ist die Abstimmung in Dänemark der nächste Schritt.“

Zusammenarbeit um die Ostsee

Das Ergebnis stärke die demokratische Zusammenarbeit im Ostseeraum und die Sicherheit auf dem Kontinent, so Seidler.

„Gemeinsam sind wir stärker, und wir lassen uns nicht auseinanderdividieren – das Kalkül Moskaus ist ins Gegenteil geschlagen!“

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