Eishockey

SønderjyskE macht sich Sorgen um William Boysen

SønderjyskE macht sich Sorgen um William Boysen

SønderjyskE macht sich Sorgen um William Boysen

Woyens/Vojens
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William Boysen musste kurz vor Schluss nach einem gefährlichen Bandencheck vom Eis. Foto: Danmarks Ishockey Union

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Die Freude über den glanzvollen 6:3-Sieg im zweiten Playoff-Viertelfinale ist durch den möglichen Ausfall des torgefährlichen SønderjyskE-Stürmers getrübt worden. Martin Eskildsen freut sich, dass die Mannschaft kein „jämmerliches Eishockey“ mehr spielt.

William Boysen droht für den Rest der Viertelfinalserie gegen Esbjerg Energy auszufallen. Dies war zumindest die Befürchtung im SønderjyskE-Lager nach dem 6:3-Erfolg im zweiten Aufeinandertreffen am Sonntagabend in der Woyenser Frøs Arena.

„William ist jetzt erst einmal raus. Das war ein schmutziger Hit. Sein Oberkörper wird jetzt untersucht werden müssen“, regte sich SønderjyskE-Trainer Mario Simioni über das üble Foul des Esbjerg-Spielers Tuomas Vartiainen auf.

Sperre für Esbjerg-Spieler?

Der Finne wurde mit einer Spieldauer Disziplinarstrafe unter die Dusche geschickt. Offen ist noch, ob dies eine Sperre mit sich führt.

Die Freude über die Leistung seiner Mannschaft wurde dadurch getrübt. Mario Simioni zeigt sich aber mit den Auftritten seiner Mannschaft in den Playoffs zufrieden.

„Ich freue mich über den Sieg. Es war wichtig, dass wir die Serie ausgleichen konnten. Wir haben schon im ersten Spiel gut genug gespielt, um zu gewinnen. Die Leistungen sind gut gewesen“, so der Trainer.

Martin Eskildsen freut sich über den Auftritt im zweiten Viertelfinalspiel gegen Esbjerg. Foto: Danmarks Ishockey Union

Der Italo-Kanadier gibt sich in den Playoffs gewohnt wortkarg. Gesprächiger war da schon Martin Eskildsen.

„Der Einsatz hat zu 100 Prozent gestimmt. Das war auch schon in Esbjerg der Fall. Am Einsatz fehlt es mit Sicherheit nicht, aber ich finde, dass wir auch schon in Esbjerg gut gespielt haben. Dort war der Spielverlauf nur ein anderer. Hier ist der Knoten früh geplatzt, und dann hat sich das Spiel anders entwickelt, auch weil unser Powerplay richtig gut geklappt hat. Das Powerplay ist in solch einer Serie sehr wichtig“, sagt der SønderjyskE-Stürmer.

Jämmerliches Eishockey

Die Hellblauen haben in den bisherigen zwei Playoffspielen ein ganz anderes Gesicht gezeigt als in den vorangegangenen Wochen und Monaten, wo es über 25 Spiele nur einen Punkt im Schnitt gab.

„Die Playoffs sind etwas ganz anderes als die reguläre Saison“, sagt Martin Eskildsen, der aber gerne einen besseren Anflug auf die Playoffs gehabt hätte: „Wenn ich das nur erklären könnte, was da schiefgelaufen ist, hätte ich es sicherlich zu ändern versucht. Wir haben uns viel Kritik anhören müssen, dass der Einsatz gefehlt hat. Ich muss ehrlich sagen, dass ich finde, dass wir alles gegeben haben. Es ist einfach nicht rund gelaufen.“

Die sportliche Talfahrt der vergangenen Wochen und Monate hat für viel Frust gesorgt.

„Ich weiß, dass es für den Fan frustrierend ist, wenn man sich ein Ticket kauft und sich jämmerliches Eishockey anschauen muss. Aber für uns Spieler ist es noch frustrierender gewesen, wenn man verliert, obwohl man das Gefühl hat, dass man alles gibt, wenn die Dinge einfach nicht rund laufen und wenn man immer wieder die gleichen Fehler macht“, so Martin Eskildsen.

Das dritte von maximal sieben Viertelfinalspielen findet am Mittwoch ab 20 Uhr in Esbjerg statt.

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