Eishockey

SønderjyskE jubelt nach zweimaliger Verlängerung

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SønderjyskE hatte in der Verlängerung das bessere Ende für sich.

Der 19-jährige Mathias Kløve wurde nach 81 Minuten effektiver Spielzeit zum Matchwinner, als der dänische Eishockeymeister die Viertelfinalserie ausgleichen konnte. Odense war in der regulären Spielzeit nur acht Sekunden vom zweiten Sieg entfernt.

Die Woyenser Arena war für ein Playoffspiel nur spärlich besucht, dennoch wurde es zweimal mächtig laut. Erst beim 4:4-Ausgleich von Nikolaj Krag-Christensen acht Sekunden vor Schluss und dann noch einmal beim 5:4-Siegtreffer von Mathias Kløve nach stolzen 21 Minuten der Verlängerung.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE waren nur wenige Sekunden davon entfernt, in der Viertelfinalserie um die dänische Meisterschaft früh mit dem Rücken zur Wand zu stehen, haben aber in der Best-of-Seven-Serie für den 1:1-Ausgleich gesorgt.

Führung wieder verspielt

„Das ist ein himmelweiter Unterschied. Alles ist wieder offen“, sagt SønderjyskE-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Der amtierende dänische Meister hatte wie schon beim ersten Aufeinandertreffen eine 2:1-Führung nach den ersten 20 Minuten im Mittel verspielt und war lange einem 3:4-Rückstand hinterhergelaufen. Erst als Torwart Mattias Pettersson durch einen sechsten Feldspieler ersetzt worden war, schaffte Nikolaj Krag-Christensen acht Sekunden vor Schluss den 4:4-Ausgleich.

„Wir hatten durch den späten Ausgleich das gute Gefühl mit in die Verlängerung genommen. Wir waren schon in der regulären Spielzeit dominant und hatten die gefährlicheren Torchancen, hatten aber mittendrin wieder einen Aussetzer. Es freut mich jedoch, dass wir in Unterzahl viel besser aussahen“, so Casper Stockfisch, dessen Mannschaft im ersten Spiel noch fünf Gegentore in Unterzahl kassiert hatte.

Gabriel Desjardins im Kampf um den Puck

19-Jähriger kam von der Bank

Der SønderjyskE-Trainer freute sich auch über das entscheidende Tor durch den erst 19-jährigen Mathias Kløve, der im dritten Drittel und in der ersten Verlängerung auf der Bank Platz nehmen musste, als die Gastgeber von vier auf drei Sturmreihen umstellten.

„Das ist eine fantastische Geschichte, dass Kløve reinkommt und das Spiel entscheidet, nachdem er zwei Drittel lang draußen war. Das ist schon herausragend. Lob hat Daniel Kønig verdient“, so Casper Stockfisch.

Mathias Kløve war nur auf dem Eis, weil William Boysen sich auf der Bank wegen eines Krampfes behandeln lassen musste.

Das dritte von maximal sieben Viertelfinalspielen steigt am Dienstag in Odense.

SønderjyskE - Odense Bulldogs (2:1,1:3,1:0) 5:4 n.V.

1:0 Daniel Kønig Hansen (3:53/Ass.: Gabriel Desjardins, William Boysen), 1:1 Luka Barzan (4:45), 1:2 Gustav Nielsen (12:24/Ass.: Rasmus Lyø, William Boysen/5 gegen 4), 2:2 Luka Barzan (32:29/5 gegen 4), 2:3 Malte Setkov (33:03), 3:3 William Boysen (36:08/Ass.: Jacob Panetta, Valdemar Ahlberg), 3:4 Kim Nieminen (39:10), 4:4 Nikolaj Krag-Christensen (59:52/Ass.: Mathias Borring Hansen, Alexander Wiklund), 5:4 Mathias Kløve (81:37).

Zeitstrafen: SE 6x2 – Odense 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Kenneth A. Nielsen/Rasmus Haarkær Ankersen. Zuschauende: 2.245.