Eishockey

Torflaute: SønderjyskE geht mit Niederlage in die Playoffs

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Cameron Brown und die SønderjyskE-Stürmer gingen vor dem Tor leer aus.

Die Zuversicht ist außerhalb der Eisfläche gestiegen. Der Vorstandsvorsitzende versichert, dass auch künftig in Woyens Spitzeneishockey gespielt wird. Auf dem Eis sieht es mit der Zuversicht anders aus. Das Abrutschen auf Rang sieben droht.

Es wird auch künftig Spitzeneishockey in Woyens (Vojens) gespielt. Dies versicherte der Vorstandsvorsitzende von SønderjyskE Ishockey, Kjeld Breum Søberg, vor dem letzten Heimspiel der regulären Saison vor Sponsoren.

„Wir sind dabei, unsere eigene Administration zu bilden, und müssen auch unser Eigenkapital retablieren. In diese Arbeit sind viele Kräfte gesteckt worden, und wir sind schon sehr weit. Wird uns das gelingen? Ja, selbstverständlich wird auch künftig Top-Eishockey in Woyens gespielt. Dafür sind wir Garanten“, sagte Kjeld Breum Søberg und erntete für diese Aussage Beifall.

Noch sei man aber bei der Suche nach Investoren nicht am Ziel. Der Vorstandsvorsitzende bat die anwesenden Sponsoren um eine helfende Hand.

Torflaute zur falschen Zeit

Eine helfende Hand hätte der amtierende dänische Meister auch gut auf dem Eis gebrauchen können. Beim Toreschießen. Der Titelverteidiger wurde bei der 1:3-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Odense Bulldogs für seine fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor bestraft.

Pech und Unvermögen wechselten sich ab, als die Gastgeber dicke Chancen am laufenden Band vergaben. Odense-Torwart Frederik Søgaard erwischte mit zahlreichen Klasseparaden einen Sahne-Tag, hatte aber auch das Glück auf seiner Seite. Mehrmals hatte er keine Ahnung, wo der Puck war, die Hartgummischeibe kullerte aber immer an seinem Kasten vorbei.

Mit Pech hatte es allerdings nicht zu tun, wenn die SønderjyskE-Stürmer das fast leere Tor des Gegners verfehlten. Erst zweieinhalb Minuten vor Schluss platzte der Knoten. So ging der Meister trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung leer aus. In den Playoffs ist eine größere Treffsicherheit erwünscht.

Schnelles Wiedersehen möglich

Der Titelverteidiger hat sich durch die Heimniederlage einen schwereren Weg durch die Playoffs eingebrockt. Platz fünf ist futsch, Rang sechs ist nur noch möglich, wenn die Frederikshavn White Hawks am letzten Spieltag zu Hause gegen die Odense Bulldogs verlieren.

Rutscht SønderjyskE noch auf den siebten Tabellenplatz ab, gibt es in den am nächsten Freitag beginnenden Playoffs ein schnelles Wiedersehen mit den Odense Bulldogs – sonst heißt der Gegner Rungsted Seier Capital.

Herning führt vor dem letzten Spieltag mit 100 Punkten die Tabelle vor Odense (90), Rungsted (81), Aalborg (74), Esbjerg (72), SønderjyskE (69), Frederikshavn (68), Herlev (62) und Rødovre (20) an.

SønderjyskE - Odense Bulldogs (0:0,0:3,1:0) 1:3

0:1 Joakim Thelin (20:30), 0:2 Kim Nieminen (23:11/5 gegen 4), 0:3 Filips Buncis (30:03), 1:3 (57:34/Ass.: Oskar Drugge/5 gegen 4).

Zeitstrafen: SE 4x2 – Odense 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Rene Jensen/Niklas Knøsen. Zuschauer: 3.352.