EU-Klimastrategie

Regierung will Stop von Benzin- und Dieselautos bis 2030 in der gesamten EU

dodo
Kopenhagen/Brüssel
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Energie- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) Foto: Morten Pape/Ritzau-Scanpix

Wenn Ende der Woche die Verhandlungen über eine EU-Klimastrategie beginnen, weiß der dänische Energieminister bereits genau, welchen Vorschlag er auf den Verhandlungstisch legen will.

Am Mittwoch legt die EU-Kommission seinen Vorschlag für eine langfristige, alle EU-Staaten umfassende Klimastrategie vor. Anschließend sollen die Inhalte zwischen den einzelnen Ländern diskutiert und auch eigene Vorschläge mit eingebracht werden. Der dänische Energie- und Klimaminister Christian Lilleholt (Venstre) weiß bereits genau, was er in Brüssel auf den Verhandlungstisch legen will.

„Wir wollen uns dafür einsetzen, dass der Verkauf von neuen Benzin- und Dieselautos schrittweise zurückgefahren und 2030 dann in der gesamten EU komplett gestoppt wird. Ich möchte versuchen, viele Gleichgesinnte zu finden, die die Idee unterstützen. Es ist wichtig, dass wir die Ziele hoch ansetzen“, sagte der Minister zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Schwere Aufgabe vor der Brust

Er erkennt aber auch an, dass es eine schwierige Aufgabe wird, vor allem Länder wie Deutschland von einer grünen, europäischen Autorevolution zu überzeugen.

„Ich bin mir im Klaren, dass es nicht leicht wird. Wir haben verschiedene Ausgangslagen und es sind große Interessen im Spiel – nicht nur bei den autoproduzierenden Ländern“, so Lilleholt.

Die Zielsetzung, den Verkauf von neuen Benzin- und Dieselautos bis 2030 komplett zu stoppen, ist eine Kopie des Klimavorschlags, den die dänische Regierung diesen Herbst im Parlament vorgelegt hat.

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