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SG Flensburg-Handewitt auf Trainersuche: Die Spur führt Richtung Norden

SG auf Trainersuche: Die Spur führt Richtung Norden

SG auf Trainersuche: Die Spur führt Richtung Norden

Holger Petersen/shz.de
Flensburg
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Mögliche Kandidaten: Mark Bult (von links), Nikolaj Jacobsen, Oscar Carlen und Nicolej Krickau. Foto: imago

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Die Spekulation über den Nachfolger von Maik Machulla als Cheftrainer des Handball-Bundesligisten haben prompt begonnen.

Und wer kommt nun? Kaum war die Freistellung von Trainer Maik Machulla bei der SG Flensburg-Handewitt bekannt, da setzten wenig überraschend die Spekulationen über dessen möglichen Nachfolger ein. Bis auf weiteres wird Machullas Assistent Mark Bult das Training der Bundesliga-Handballer leiten. Doch wie lange? Und passiert nach der Saison im Sommer?

„Wir werden uns den Markt genau ansehen“, sagte diesbezüglich Holger Glandorf gestern. Zum Anforderungsprofil des neuen Coaches meinte der SG-Geschäftsführer: „Der Trainer sollte Deutsch sprechen und zu unserer Philosophie passen.“ Letztere Aussage deutet auf eine skandinavisch ausgerichtete Suche hin. Hier eine Liste von Namen, die im Zusammenhang mit der Machulla-Nachfolge häufiger genannt wurden und die als Kandidaten für den Posten in Frage kommen könnten.

Mark Bult

Die interne Lösung. Der 40-jährige Niederländer kennt die SG aus dem Effeff. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Club den „Co“ zum Chef befördert – siehe Per Carlen und Maik Machulla und mit Abstrichen Ljubomir Vranjes, der als sportlicher Leiter zum Chefcoach aufstieg. Bult hat schon vor geraumer Zeit Cheftrainer-Ambitionen geäußert, aber tickt ähnlich wie sein enger Freund Machulla. Ein Neuanfang sähe anders aus.

Nikolaj Jacobsen

Die 1A-Lösung. Der 51-jährige ehemalige Weltklasse-Linksaußen hat auch als Trainer eine atemberaubende Karriere hingelegt. Deutscher Meister mit den Rhein-Neckar Löwen 2016 und 2017, Weltmeister mit seinem Heimatland Dänemark 2019, 2021 und 2023. Ein großer Sympathieträger und absoluter Handballexperte, der Gerüchten zufolge heiß auf eine Zusatzaufgabe zu seinem Job als Nationaltrainer (Vertrag bis 2024) ist. Ein enger Freund von Lars Christiansen, dem Koordinator Lizenzspielabteilung der SG.

Christian Berge oder Glenn Solberg

Eine Lösung mit intensivem SG-Stallgeruch. Die beiden Norweger haben schon viele Spuren in Flensburg hinterlassen, sind bei den Fans beliebt und würden prima zum Club passen. Allerdings hat Berge jüngst das Mega-Projekt in Kolstad übernommen und Solberg kürzlich parallel zu seinem Posten als schwedischer Nationalcoach beim norwegischen Club Fjellhammer Handball angeheuert.

Nicolej Krickau

Dass der junge Trainer vom dänischen Topclub GOG, bei dem sich die SG seit Jahrzehnten erfolgreich bedient, heiß gehandelt wird, ist keine Überraschung. Der 36-jährige Senkrechtstarter ist mit derselben Handball-DNA ausgestattet wie viele der aktuellen und zukünftigen SG-Dänen (K. Möller, L. Möller, Jakobsen, Pytlick, Jörgensen). Dem Vernehmen nach strebt Krickau einen Job in der Bundesliga an und hat angefangen, Deutsch zu lernen.

Florian Kehrmann oder Gudjon Valur Sigurdsson

Wenn man sich in der Bundesliga umguckt, dann fallen einem diese beide Trainer ein. Kehrmann (45) führt seit 2014 die Zügel beim TBV Lemgo, hat mit bescheidenen Mitteln tolle Aufbauarbeit geleistet und viel erreicht. Gleiches gilt für den Isländer, der beim VfL Gummersbach einen super Job macht.

Oscar Carlen

Für höhere Aufgaben hat sich auch der 34-jährige Schwede, von 2008 bis 2011 bei der SG aktiv, empfohlen. Nachdem er seine aktive Laufbahn wegen einer Knieverletzung frühzeitig beenden musste, bastelt er bei Ystad IF an seiner Trainerkarriere – mit recht großem Erfolg.

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