Eishockey

Voller Vorfreude auf die WM

Voller Vorfreude auf die WM

Voller Vorfreude auf die WM

Woyens/Vojens
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Frans Nielsen stand in der Woyenser SE Arena im Mittelpunkt des Medieninteresses. Foto: Iversen

Frans Nielsen testet mit der dänischen Eishockey-Nationalmannschaft in Woyens gegen Deutschland.

Das größte Sportereignis auf dänischem Boden überhaupt wirft seine Schatten voraus. Die dänische Eishockey-Nationalmannschaft bereitet sich in diesen Tagen in Woyens auf die am nächsten Freitag, 4. Mai, in Herning beginnende Weltmeisterschaft vor. Der letzte WM-Test wird am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Woyenser SE Arena angepfiffen. Der Gegner ist der gleiche wie zum WM-Auftakt: der Olympia-Zweite Deutschland.

„Die Vorbereitungen auf die WM laufen eigentlich normal, aber die Stimmung ist schon ein wenig anders. Alle sind gespannt auf eine WM im eigenen Land“, sagt Frans Nielsen im Gespräch mit dem Nordschleswiger, nachdem er erst in der Nacht zur Nationalmannschaft gestoßen war und beim Vormittagstraining an seinem 34. Geburtstag zum ersten Mal in der WM-Vorbereitung der Dänen mitmachte.

Der Herninger ist der absolute Star der dänischen Nationalmannschaft, die in Woyens spielt. Frans Nielsen war 2006 der erste Däne in der besten Eishockey-Liga der Welt überhaupt, spielte zehn Jahre lang für die New York Islanders in der NHL und seit 2016 für die Detroit Red Wings, für ein Jahresgehalt von sechs Millionen US-Dollar. Damit gehört er zu den Top 10 der Spitzenverdiener im dänischen Sport.

Nach knapp 800 NHL-Spielen ist das große Ziel weiterhin der Stanley-Cup-Triumph, doch die verpasste Playoff-Teilnahme mit den Detroit Red Wings war in diesem Jahr leichter zu verschmerzen als sonst.

„Wenn es schon sein sollte, dann in diesem Jahr. Eine WM in Herning spielen zu können, wo ich aufgewachsen bin, das ist schon etwas Besonderes“, sagt Frans Nielsen voller Vorfreude auf die Heim-WM, obwohl er sich bewusst ist, dass die Erwartungen und der Druck groß sind. Es wird eine große Party im ausverkauften Boxen mit dänischen Erfolgen erwartet.

„Ich weiß, dass die Erwartungen groß sind, aber wir können nicht voller Angst auftreten, dass es schiefgehen kann. Wir treffen zum Auftakt auf den Olympia-Zweiten Deutschland und spielen danach gegen die drei Eishockey-Großmächte USA, Kanada und Finnland. Wir wissen, dass es in die eine oder andere Richtung gehen kann, hoffen aber, dass wir bei Erfolg oder Misserfolg das Publikum im Rücken haben werden“, sagt Frans Nielsen, der viel Verantwortung auf seinen Schultern tragen muss: „Ich kann aber nicht alleine den Unterschied ausmachen. Bei der WM werden Spieler dabei sein, die viel besser sind als ich. Wir haben nur eine Chance, wenn wir als Mannschaft auftreten.“

Wie die Auswahl letztendlich aussehen wird, hängt von den Playoffs in der NHL ab.

„Wir werden sehen, wer noch kommt. Es ist für mich schwer zu sagen, welches Niveau wir haben und was wir erreichen können. Es sitzen Jungs in der Umkleidekabine, die ich noch nicht so gut kenne“, sagt Frans Nielsen, der auf eine WM-Teilnahme von Weltklassetorhüter Frederik Andersen hofft. Der Schlussmann erzwang aber mit den Toronto Maple Leafs ein siebtes und entscheidendes Spiel gegen die Boston Bruins. Nicht infrage kommt vorerst Lars Eller, der mit den Washington Capitals die nächste Runde erreicht hat. Offen ist noch, ob Oliver Bjorkstrand von den Columbus Blue Jackets nach dem Playoff-Aus gegen Washington kommt. Der Stürmer steht vor wichtigen Vertragsverhandlungen.

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