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SønderjyskE zeigt Lebenszeichen und bleibt im Rennen

SønderjyskE zeigt Lebenszeichen und bleibt im Rennen

SønderjyskE zeigt Lebenszeichen und bleibt im Rennen

Hadersleben/Haderslev
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Rasmus Vinderslev im Duell mit Troels Kløve. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

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Nur eine Viertelstunde waren die SønderjyskE-Fußballer vom erhofften Befreiungsschlag entfernt, doch der dänische Pokalsieger musste sich mit einem 1:1 gegen OB begnügen. Nach dem Angsthasen-Fußball der letzten beiden Auftritte macht das Unentschieden aber Mut.

Die Talfahrt ist zumindest gebremst und das Rennen um einen Platz in der Meisterschafts-Endrunde weiter offen. Die SønderjyskE-Fußballer schienen auf dem besten Wege, auf den Top-6-Zug aufzuspringen, konnten aber eine 1:0-Führung nicht halten und wurden noch abgefangen. Mit dem 1:1-Unentschieden gegen OB können beide Mannschaften jedoch leben.

Das wäre mal wieder typisch SønderjyskE gewesen. In den Kulissen geht es drunter und drüber, auf dem Platz gab es zuletzt die eine Enttäuschung nach der anderen, doch wenn das Wasser bis zum Hals steht und die wenigsten mit SønderjyskE rechnen, dann kommt oft das Lebenszeichen. Von der Leistung her war es zumindest der erhoffte Befreiungsschlag nach dem Angsthasen-Fußball der letzten beiden Spiele. 

Nach vier Niederlagen in Folge und nur drei Punkten aus den letzten sieben Spielen hatten die Hellblauen das dringend benötigte Erfolgserlebnis vor Augen, nachdem der Pokalsieger im Vorfeld den Wirbel um den ehemaligen Sportchef Hans Jørgen Haysen wegstecken musste und auch seinen Torjäger Haji Wright aus dem Kader gestrichen hatte. 

Haji Wright war nach einem Vorfall beim Abschlusstraining aus dem Kader aussortiert, Pierre Kanstrup auf die Ersatzbank gesetzt worden.

Julius Eskesen war in die Startelf zurückgekehrt. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Es gab aber in einem echten Kampfspiel immerhin einen Punkt für den Pokalsieger, der viel mehr Leidenschaft und Einsatzbereitschaft als noch drei Tage zuvor beim schwachen Auftritt gegen Lyngby zeigte, aber auch mit dem Ball gingen die Gastgeber viel besser um. Es wurde zumindest versucht, auf dem tiefen Boden Fußball zu spielen, hin und wieder auch mit Erfolg.

Es sprang allerdings nur eine Chance in der ersten Halbzeit heraus. Rasmus Vinderslev zielte nach einer Viertelstunde übers Tor. Aber auch auf der anderen Seite gab es nur eine nennenswerte Möglichkeit. Lawrence Thomas parierte glänzend beim Kopfball von Emmanuel Sabbi, bevor Issam Jebali den Nachschuss übers Tor schickte.

SønderjyskE hatte in der ersten Stunde mehr vom Spiel und wurde in der 53. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Julius Eskesen erkämpfte sich nicht nur den Ball, sondern spielte auch den öffnenden Pass auf Mads Albæk, der auf Marc Dal Hende ablegte. Sein trockener Linksschuss sorgte für das 1:0.

Marc Dal Hende erzielte den Führungstreffer für SønderjyskE. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Mit der Führung im Rücken zog sich SønderjyskE immer weiter zurück. OB hatte Probleme, den Abwehrriegel zu knacken, kam aber nach einem verlängerten Eckball zum Ausgleich und drängte danach auf die Führung.

Issam Jebali hatte in der 89. Minute die dicke Siegchance, verzog aber knapp. In der Nachspielzeit brannte es aber im OB-Strafraum lichterloh. Es wurde gezerrt und gezogen, doch VAR-Schiedsrichter Jørgen Daugbjerg Buchardt wollte nach Überprüfung der Fernsehbilder keinen Elfmeter gesehen haben. Das hat in anderen Stadien schon anders ausgesehen.

Drei Spiele stehen in der regulären Saison noch aus. SønderjyskE muss am Montag bei AaB antreten. Danach folgen das Heimspiel gegen AC Horsens und das Auswärtsspiel gegen den FC Nordsjælland.

SønderjyskE - OB (0:0) 1:1

1:0 Marc Dal Hende (53.), 1:1 Issam Jebali (78.)

SønderjyskE: Lawrence Thomas – Jeppe Simonsen (77.: Philipp Schmiedl), Stefan Gartenmann, Patrick Banggaard, Marc Dal Hende – Rasmus Vinderslev (70.: Pierre Kanstrup), Victor Mpindi, Mads Albæk – Julius Eskesen, Anders K. Jacobsen (77.: Peter Buch Christiansen), Bård Finne (61.: Rilwan Hassan).

OB: Oliver Christensen – Robin Østrøm, Jeppe Tverskov, Alexander Juel-Andersen, Oliver Lund – Jens Jakob Thomasen, Troels Kløve (46.: Janus Drachmann), Moses Opondo (73.: Ayo Simon Okosun) – Emmanuel Sabbi (46.: Aron Elis Thrandarson), Mart Lieder (73.: Bashkir Kadrii), Issam Jebali.

Rote Karte: Toivo Vadum (Torwarttrainer).

Gelbe Karten: Rasmus Vinderslev, Lawrence Thomas, Glen Riddersholm, Julius Eskesen.

Schiedsrichter: Mikkel Redder. 

Zuschauer: 0.