FUSSBALL

Keine Kollektivstrafe nach Pokal-Eklat

Keine Kollektivstrafe nach Pokal-Eklat

Keine Kollektivstrafe nach Pokal-Eklat

Esbjerg
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Das Fehlverhalten der AaB-Fans vor und während des Pokalfinales wird keine Kollektivstrafe nach sich ziehen. Foto: Karin Riggelsen

Eine politische Mehrheit will von Fall zu Fall entscheiden, statt die versprochenen Lockerungen direkt wieder zu streichen.

SønderjyskEs Fußballfans können aufatmen: Die Unruhen in Verbindung mit dem Pokalfinale zwischen AaB und SønderjyskE werden laut einer politischen Mehrheit keine Kollektivstrafe nach sich ziehen.

Für 14 Minuten war das dänische Pokalfinale am Mittwoch unterbrochen worden, weil eine Gruppe AaB-Fans die Corona-Auflagen ignoriert hatte. Abstandsregeln wurden nicht eingehalten, und die Anhänger standen auf ihren Sitzen. 44 Personen wurden anschließend festgenommen.

Die von einer politischen Mehrheit beschlossenen Lockerungen, die ab dem kommenden Wochenende gelten sollen, werden deshalb aber nicht zurückgenommen.

„Wir reagieren nur auf steigende Corona-Fallzahlen und Infizierte, die behandelt werden müssen. Und nicht auf Chaoten bei einem Fußballspiel“, sagt Kultursprecherin Britt Bager von der Partei Venstre zu tipsbladet.dk.

„Unsere Entscheidung steht nach wie vor. Es gibt überall Verrückte, und es ist nicht das erste Mal, dass man Fußballfans erlebt, die außerhalb pädagogischer Reichweite sind“, sagt Orla Østerby, Sportsprecher von den Konservativen. „Wir wollen wieder Fans in dänische Stadien bringen, und wenn es Vereine gibt, die das nicht in den Griff bekommen, müssen wir deren Stadien schließen. Die anderen Klubs sollen dafür nicht bestraft werden“, so Orla Østerby.

Nur 280 Fans beim kommenden Heimspiel

Beim Superligaspiel zwischen AaB und Brøndby am Sonntag werden nur 280 Zuschauer im Stadion in Aalborg sein. Das teilt der Verein auf seiner Webseite mit.

Mit den Zwischenfällen beim Pokalspiel habe dies allerdings nichts zu tun, betont der Verein. Es sei zeitlich nicht möglich, die Vorgaben der Polizei und der Gesundheitsbehörden umzusetzen, heißt es in der Pressemitteilung.

Schon vor der Partie zeigten sich einige AaB-Anhänger aggressiv. Die Polizei schritt zu diesem Zeitpunkt noch nicht ein. Foto: Karin Riggelsen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“