Eishockey

SønderjyskE kassiert bittere Auftaktpleite

SønderjyskE kassiert bittere Auftaktpleite

SønderjyskE kassiert bittere Auftaktpleite

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Woyens/Vojens
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Foto: Kanut

Die hellblauen Kufen-Cracks mussten sich Herning Blue Fox mit 0:3 geschlagen geben und haben den Saisonauftakt in den Sand gesetzt.

Die hellblauen Kufen-Cracks von SønderjyskE trafen zum Saisonauftakt auf Herning Blue Fox und mussten eine bittere, aber verdiente 0:3-Pleite einstecken. Die Niederlage war dabei nicht fehlendem Einsatz geschuldet, sondern der eklatanten Abschlussschwäche. Ein Umstand, der SønderjyskE-Trainer Dan Ceman aber nicht aus der Bahn wirft.

"Wir haben hervorragende erste zehn Minuten abgeliefert und sind dann durch eine Zeitstrafe aus dem Tritt gekommen und haben den Rhythmus nie wieder richtig gefunden. Wir haben immer wieder das System aus den Augen verloren und die Abstimmung zwischen den Verteidigern und der Offensive passte nicht. Außerdem hat sich Herning sehr gut aus unserem Forechecking befreit. Das war ein Realitäts-Check, der den Unterschied zwischen Vorbereitung und Saison aufgezeigt hat. Wir sind in einem Prozess, der noch etwas dauern wird, aber die Tore werden ganz sicher fallen", so Ceman abgeklärt.

Noch vor der Partie wurde es den Anhängern der hellblauen Puckjäger warm ums Herz, als Goalie-Legende George Gailbraith unter tosendem Applaus beider Fan-Lager für die Aufnahme in die Hall of Fame geehrt wurde. Danach war der Blick aber sofort auf das Sportliche gerichtet. Die Vorfreude auf den Saisonstart war allenthalben in der SE Arena zu spüren. Dabei hatten die beiden Mannschaften noch vor einer Woche die Klingen in einem Test gekreuzt und die Hausherren nagelten die Gäste mit ihrem neuen und deutlich aggressiveren Spielstil beim 4:1-Sieg phasenweise an Wand. Doch Testspiele sind das eine, das andere sind Punktspiele.

Dennoch brannte die Heimmannschaft von Beginn des ersten Drittels ein energiegeladenes Feuerwerk ab und nagelte Herning im eigenen Drittel fest. Immer wieder hatten die Gäste Probleme den Puck kontrolliert herauszuspielen. Doch auch gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, und es kam wie es kommen musste. Eine einzige Unachtsamkeit stellte den eigentlichen Spielverlauf auf den Kopf und schickte SønderjyskE mit einem 0:1-Rückstand in die Drittelpause.

So erfrischend der Start in die Partei von SønderjyskE war, umso ernüchternder der Beginn des zweiten Drittels. Eine Überzahl nutzten die Gäste um die Führung kurz nach Wiederbeginn auszubauen und damit nicht genug war es allein Joni Myllykoski im Tor der Heimmannschaft geschuldet, dass das dritte Gegentor erst zum Ende des Drittels fiel. Herning hatte den Kode geknackt und umspielte ein ums andere Mal das aggressive Forechecking der Hausherren. Erschreckend im Mitteldrittel dabei die Leichtigkeit mit der die Gäste auftrumpften und die ohne Frage große Körperlichkeit der Hausherren verpuffen lies.

Die Folge waren etliche unnötige Hinausstellungen. Chancen gab es dennoch für SønderjyskE, doch die fehlende Effektivität aus der vergangenen Saison hat sich scheinbar auch in die Neue gerettet. Einzig das Fehlen des gesperrten Derek Damon dafür verantwortlich zu machen ist sicherlich zu einfach, dennoch hätte die Routine des Amerikaners sicherlich geholfen.

Auch im Schlussdrittel änderte sich das Bild nicht wesentlich. Die Hausherren ackerten nach allen Regeln der Kunst, aber ein Tor wollte einfach nicht fallen.

Am Ende ein ernüchternder Auftakt für die SønderjyskE-Spieler, die auch in der neuen Saison das alte Problem der Effektivität vor dem Tor noch nicht abgestellt haben. Der neue Spielstil verspricht aber noch viel Freude, wenn die richtige Balance zwischen Aggressivität und Abwarten gefunden wird.

SønderjyskE – Herning Blue Fox (0:1,0:2,0:0) 0:3

0:1 Riku Pitkänen (15:34), 0:2 Daniel Nielsen (21:44/5 gegen 4), 0:3 Antti Kerälä (32:53). Zeitstrafen: SE 6x2 – Herning 2x2 Minuten. Schiedsrichter: Jens Christian Gregersen/Vernon Hofferd. Zuschauer: 2.733.

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