Eishockey

Peinlicher Auftritt von SønderjyskE

Peinlicher Auftritt von SønderjyskE

Peinlicher Auftritt von SønderjyskE

Woyens/Vojens
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Anders Biel bereite beide SønderjyskE-Tore vor. Foto: Karin Riggelsen

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE sind im ersten Spiel des Jahres mächtig unter die Räder geraten.

Im Kampf um die Top-4-Platzierungen scheint der Zug ohne SønderjyskE abgefahren zu sein. In der derzeit desolaten Verfassung haben die Hellblauen dort allerdings auch nichts zu suchen. Mit einem peinlichen Auftritt und einer 2:6-Pleite nach 0:6-Rückstand gegen Herning Blue Fox ist der ohnehin große Abstand weiter angewachsen.

Der Klassenunterschied war schon groß, auch weil sich die Gegenwehr vor den leeren Rängen in der Frøs Arena viel zu lange in Grenzen hielt. Und wenn die Gastgeber im zweiten Drittel endlich mal die Leidenschaft auspackten, fehlte schlichtweg die Qualität. Das Aufbäumen kam viel zu spät, verhinderte aber am Ende wenigstens noch ein drohendes Debakel.

Herning Blue Fox war die klar bessere und abgeklärtere Mannschaft. Beim dänischen Rekordmeister wird man sich gewundert haben, wie leicht es ihnen mitunter gemacht wurde.

Patrick Galbraith war bei den Gegentreffern nicht immer machtlos und erreichte nicht das hohe Niveau früherer Tage. Der 34-Jährige, der 2019 noch seine zehnte und letzte Weltmeisterschaft für Dänemark spielte, ist derzeit nur ein Schatten seiner selbst.

Galbraith ist aber keineswegs alleine Schuld. Er wurde in hohem Maße von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Die Aufräumarbeiten vor dem eigenen Kasten waren mehr als mangelhaft.

„Es ist frustrierend, aber die Mannschaft muss endlich kapieren, dass die Defensive vorgeht, und nicht die Offensive“, sagt SønderjyskE-Trainer Mario Simioni zum „Nordschleswiger“ und schüttelt den Kopf über den 0:1-Rückstand nach 33 Sekunden und den 0:2-Rückstand nach drei Minuten: „Die ersten 17 Minuten des zweiten Drittels haben mir gut gefallen. Da sind wir immer wieder angerannt gekommen, und wir hätten leicht mit einem 1:3 oder 2:3 ins Schlussdrittel gehen können, wenn im Abschluss nicht die Überzeugung gefehlt hätte, dass der Puck reingeht. Und dann haben wir zugelassen, dass ein Gegenspieler vor unser Tor spaziert und das 0:4 macht. Wir haben oft darüber gesprochen, dass wir vor dem eigenen Tor besser abräumen müssen.“

Das Fehlen von Matt Prapavessis, Victor Rollin Carlsson, Martin Eskildsen, Daniel Nielsen, Anders Førster und Nicolaj Henriksen darf durchaus als Schwächung des Teams eingestuft werden, aber keineswegs als Entschuldigung für diesen Auftritt gelten. Der war peinlich.

SønderjyskE muss am Sonntag in Herlev nicht nur Wiedergutmachung betreiben, sondern auch ein weiteres Abrutschen in der Tabelle verhindern.

SønderjyskE - Herning Blue Fox (0:3,0:2,2:1) 2:6

0:1 Cameron Brace (0:33), 0:2 Brodie Dupont (3:13), 0:3 Cameron Brace (19:34), 0:4 Mathias Bau (37:27/5 gegen 4), 0:5 Brodie Dupont (39:08), 0:6 Markus Jensen (46:40), 1:6 Yannick Vedel (46:59/Ass.: Anders Biel, Cameron Brown). 2:6 Yannick Vedel (57:28/Ass.: Mike Little, Anders Biel).

Zeitstrafen: SE 5x2 – Herning 3x2 Minuten. Schiedsrichter: Martin Theiltoft Christensen/Niclas B. Lundsgaard. Zuschauer: 0.

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