Eishockey

Das Eishockey in Woyens lebt wieder

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Woyens/Vojens
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Foto: Jacob Schultz/JV

Nach mageren Jahren scheint der zurückgekehrte Meistermacher Mario Simioni in kürzester Zeit wieder Leben in das in Schieflage geratene Flaggschiff gehaucht zu haben.

Die Leidenschaft ist wieder da, und die Stimmung auf den Rängen auch. Der Neuaufbau hat einen guten Start erwischt, denn die Eishockeyspieler von SønderjyskE konnte mit einem 6:4-Sieg im ersten Heimspiel der Saison gegen die Aalborg Pirates eine erste Duftmarke setzen.

Die Saison ist noch jung, sogar noch sehr jung, aber dennoch war das Duell gegen den amtierenden dänischen Meister eine erste Standortbestimmung für die Hellblauen. Ist in dieser Saison mit SønderjyskE zu rechnen? Kann man mit den besten Teams der Liga mithalten? Die Antwort ist erst einmal ein klares Ja!

Das war schon beeindruckend, was die Hellblauen in den letzten beiden Drittel hinlegten. In einer für die Jahreszeit auf sehr hohem Niveau geführten Partie hätte es für die Aalborg Pirates sogar eine deftige Schlappe geben können. SønderjyskE führte bereits 6:2, bevor die Gäste noch einmal Ergebniskosmetik betreiben konnten, doch die beiden Gegentreffer in den Schlussminuten konnten die gute Stimmung nicht verderben.

Der Titelverteidiger kam mit dem Tempo aus der Champions Hockey League in den Kufen und diktierte im Anfangsdrittel das Geschehen. Die 2:1-Führung zu Beginn des zweiten Drittels war keineswegs unverdient und hätte auch höher ausfallen können. Patrick Galbraith verhinderte einen höheren Rückstand. Doch nach dem 1:2 kippte das Spiel. Die Gastgeber übernahmen das Kommando und schnürten den Gegner ein. Ein Doppelschlag in der 25. und 26. Minute besorgte die Führung. Es spielte danach nur eine Mannschaft. SønderjyskE war klar überlegen und baute den Vorsprung auf 6:2 aus.

Der gelungene Abend wurde aber von einem bösen Foul überschattet. Lasse Bo Knudsen schickte Phil Marinaccio brutal aufs Eis. Der Kanadier blieb regungslos liegen und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Rein sportlich war es aber ein Abend, der Hoffnungen weckt. Der Neuaufbau hat einen guten Start erwischt, jetzt ist Stabilität gefragt.

SønderjyskE - Aalborg Pirates (1:1,2:1,3:2) 6:4

0:1 Martin Højbjerg (14:29/5 gegen 4), 1:1 Frederik Bjerrum (19:25/5 gegen 4), 1:2 Sebastian Brinkmann Andersen (22:11), 2:2 Rod Pelley (24:14/Ass.: Jordan Pietrus, Kyle Wharton/5 gegen 4), 3:2 Daniel Madsen (25:38/Ass.: Mads Lund), 4:2 Jordan Pietrus (43:02/Ass.: Mads Lund, Rod Pelley/5 gegen 4), 5:2 Mikkel Jensen (48:46/Ass.: T.J. Moore), 6:2 Frederik Bjerrum (52:42/Ass.: Rasmus Lyø, Matt Prapavessis), 6:3 Emil Marcussen (54:07), 6:4 Jeppe Jul Korsgaard (59:43).

Matchstrafe: Lasse Bo Knudsen (Aalborg/40:40). Zeitstrafen: SE 4x2 – Aalborg 1x10 (Mikkel Højbjerg) 1x5 (Lasse Bo Knudsen) und 7x2 Minuten. Schiedsrichter: Michael Nielsen/Vernon Hofferd. Zuschauer: 2.623.

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