Fussball

Für Sønderjyske zählt jeder Punkt im Abstiegskampf

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Marc Dal Hende fordert den Platzverweis für Serginho.

Marc Dal Hende zeigt sich wahnsinnig enttäuscht, dass Sønderjyske gegen Viborg FF versäumt hat, den Sack zuzumachen. Olti Hyseni kann sich wenigstens über sein erstes Superliga-Tor freuen.

Betretene Mienen fast überall im Sønderjyske-Lager. Selten ist die Freude über einen Punktgewinn in der Superliga kleiner gewesen. Die Sønderjyske-Fußballer haben mit einem Mann mehr auf dem Platz eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und sind nach dem 2:2-Unentschieden gegen Viborg FF in Sachen Klassenerhalt noch nicht am Ziel.

„Jeder Punkt zählt“, sagt Sønderjyske-Kapitän Marc Dal Hende zum „Nordschleswiger“: „Im Moment bin ich aber eher enttäuscht, muss ich gestehen, denn das waren zwei verlorene Punkte. Es dreht sich aber darum, Punkte zu sammeln, und wir haben gegen einen starken Gegner einen Punkt geholt.“

Die Miene verriet aber seinen Ärger über den verschenkten Sieg und über die vergebene Möglichkeit, im Abstiegskampf alles klarzumachen.

Olti Hysei (rechts) freut sich mit Sefer Emini über sein erstes Superliga-Tor.

„Viborg ist ein wahnsinnig starker Gegner, aber wenn wir eine halbe Stunde vor Schluss 2:0 führen und in Überzahl spielen, müssen wir die drei Punkte holen. Im Fußball passiert aber manchmal Unerklärliches. Plötzlich war eine Verunsicherung da, der Respekt vor den vielen guten Spielern von Viborg wurde zu groß, und wir hatten Angst vorm Siegen. Ich bin wahnsinnig verärgert, dass wir den Sack nicht zugemacht haben“, so Marc Dal Hende.

Enttäuscht war auch Olti Hyseni. Der 17-Jährige freute sich allerdings auch über sein erstes Superliga-Tor.

„Das war eine Riesensache für mich, mein erstes Superliga-Tor für Sønderjyske zu erzielen. Es ist aber hart zu verdauen, dass am Ende nur ein Punkt herausgesprungen ist, das macht meine Freude über mein erstes Tor ein wenig kleiner“, so Olti Hyseni zum „Nordschleswiger“.

Olti Hyseni stand zuletzt sechsmal in Folge in der Startelf.

16 Spiele musste er auf sein erstes Superliga-Tor warten.

„Ich würde nicht sagen, dass das Tor gefehlt hat. Ich wusste, dass es irgendwann kommen würde, da habe ich mir keine Sorgen gemacht. Es ist aber dennoch eine Erlösung, jetzt, wo es gefallen ist. Ich habe nach dem Tor Augenkontakt zu meinem Vater auf der Tribüne bekommen, und es war schön, seine Freude zu sehen“, erzählt der Sonderburger.