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Thomas Nørgaard ließ sich nicht von Sønderjyske weglocken

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Thomas Nørgaard war am ersten Trainingstag gut gelaunt.

Anfragen von anderen Vereinen hat es in den vergangenen Wochen reichlich gegeben. Thomas Nørgaard hat sich aber dagegen entschieden, andere Angebote anzunehmen, und die erste Trainingseinheit der Sønderjyske-Fußballer in der Saisonvorbereitung geleitet.

Thomas Nørgaard hielt sich bei der ersten Trainingseinheit nach den Sommerferien im Hintergrund und ließ den übrigen Trainerstab die vielen Fitnesstests und die ersten Übungen mit Ball durchführen.

Eine Selbstverständlichkeit war es allerdings nicht, dass der 42-Jährige an diesem ersten Trainingstag auf den neuen Trainingsplätzen am Haderslebener Idrætscenter zu finden war. Nach dem überzeugenden Klassenerhalt in der vergangenen Saison war er ein gefragter Mann – die Abwerbeversuche der letzten Wochen fruchteten jedoch nicht.

Großes Interesse

„Das Interesse an unserem Cheftrainer ist groß gewesen. Viele Klubs haben angefragt, aber wir haben uns gegenseitig überzeugen können, dass wir auf dem gemeinsamen Weg noch zulegen können“, sagt Sønderjyske-Sportchef Casper Daather auf Anfrage zum „Nordschleswiger“.

Das Interesse der beiden Superliga-Rivalen OB und AGF ist bekannt, aus den Gesprächen ist aber kein Wechsel entstanden.

„Sønderjyske ist ein Projekt, wo mehr rauszuholen ist. Der Klub, die Spieler und ich selbst wollen alle besser werden, und ich habe das Gefühl, dass mehr drin ist und wir uns in die richtige Richtung bewegen. Ich arbeite gerne hier, und dementsprechend ist es eine einfache Entscheidung, mich ins Auto zu setzen und nach Hadersleben zu rollen“, so Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Schritt nach vorne machen

Der 42-Jährige will in seiner zweiten Superliga-Saison mit Sønderjyske sportlich einen Schritt nach vorne machen.

„In meinen ersten zweieinhalb Jahren sind unsere Ziele klar definiert gewesen: ein Aufstieg innerhalb der ersten 6 oder 18 Monate und danach ein Klassenerhalt. Logisch wäre es jetzt von einem dritten Jahr in der Superliga zu sprechen, aber alle, die mich kennen, wissen, dass ich mehr will, obwohl ein Klassenerhalt an sich für einen Klub wie Sønderjyske schon ein mächtig gutes Ergebnis ist. Wir wollen aber versuchen, uns an den vor uns liegenden Klubs heranzupirschen und am Hosenbein festzubeißen. Der Klassenerhalt ist unser primäres Ziel, aber wir wollen sehen, ob wir eine noch bessere Saison als die vorherige spielen können“, meint der Sønderjyske-Coach.

Beim Trainingsauftakt fehlten die Feldspieler Daniel Gretarsson, Olti Hyseni, Alexander Lyng und Lukas Björklund nach Länderspiel-Aufgaben mit ihren Nationen.

Magnus Jensen war einziger Neuzugang am ersten Trainingstag.

Kader mit anderem Gesicht

Der Trainer ist sich bewusst, dass auch eine Handvoll bekannte Gesichter fehlen könnte, wenn das Transferfenster Anfang September schließt.

„Wir wissen, dass wir vor einem wichtigen Transferfenster stehen, und sind aufmerksam darauf, wo wir uns im Zyklus befinden. Wer hat bei uns nicht mehr den Hunger? Für welche Spieler wäre es der natürliche Schritt, den Klub zu verlassen? Und gleichzeitig müssen wir die richtigen Leute reinholen. Nicht die Quantität, sondern die Qualität ist entscheidend. Ich bin mit dem jetzigen Kader zufrieden, erwarte aber, dass er in zwei Monaten anders aussehen wird“, so Thomas Nørgaard.

Die neue Superliga-Saison beginnt mit einem Heimspiel am 20. Juli gegen AGF.