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Wenn Naturbilder das Licht in die dunkle Jahreszeit bringen

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Karen (l.) und Tochter Katrine beim Aufhängen eines der 31 Aquarelle

Karen Schinks Leben war schon immer von Kreativität geprägt. Nun stellt die Sonderburgerin zum ersten Mal bei „De Kreative“ in Sonderburg aus. Was die Künstlerin anspornt und was Kunst kann, das erzählt sie in einem Interview.

Sprießende Blumen, fliegende Vögel, neugierig zu den Betrachtenden schauende Schafe oder eine Gruppe von Kühen: In der Galerie-Abteilung des Geschäfts „De Kreative“ stehen ab Sonnabend, 21. Februar, 31 farbintensive, aber auch dezente Aquarelle von Karen Schink zum Verkauf.

Die Künstlerin selbst ist gespannt. Bislang hat sie nur Bekannten und der Familie ihre Kunst geschenkt. Bei Silvia Steger in der Perlegade präsentiert sie ihre Werke nun zum ersten Mal einem breiten Publikum. „Für mich ist das Malen eine entspannende Sache. Wenn man malt, bekommt man ein Verhältnis zu einem Gemälde. Aber jetzt bin ich so weit: Jetzt müssen sie raus“, erklärt sie lächelnd.

Sport, Musik und Theater

Vor fünf Jahren ging Lehrerin Karen Schink in Rente. Sie hatte 40 Jahre lang an der Augustenburger Schule unter anderem in den Fächern Musik und Theater unterrichtet. „Mich hat eigentlich immer die Kunst fasziniert“, so die 67-Jährige.

Der Umgang mit Farben wurde der Sonderburgerin quasi in die Wiege gelegt: Ihr Großvater war der Farbenhändler H. C. Jacobsen. Er malte, und Bilder haben Karen schon immer fasziniert. Sport, Musik und Theater – das gab es schon immer im Hause Schink. Ihr Mann Svend Ove gehörte vor Jahren zur dänischen Nationalmannschaft im Herren-Handball und Karen Schink gehört zur nordalsischen Jazzband „Tordenskjolds soldater".

Karen Schink liebt Vögel. Hier lässt sie Austernfischer fliegen.

Emil Nolde ihr Vorbild

Für Karen begann das künstlerische Arbeiten erst nach ihrer Pensionierung an einer Staffelei mit farbintensiven Blumenbildern auf Bambuspapier, das sie bei „Kirkens Korshær“ gekauft hatte. „Ich habe schon immer Emil Nolde gemocht. Diese ähneln seinen ein wenig.“

Mit einem Kurs an der Kunstschule baute Karen Schink ihr Interesse für das Malen aus. Anschließend bildete sie sich bei der Flensburger Künstlerin Lisbet Buhl weiter. „Da habe ich etwas Wichtiges gelernt: Kunst muss nicht perfekt, sondern lebendig sein.“ In ihren Arbeiten konzentriert sie sich deshalb auf das Licht, Kontraste und die Bewegung.

Kunst muss nicht perfekt, sondern lebendig sein.

Karen Schink

Kunst und Chor

Ihre Tochter Katrine half ihrer Mutter bei „De Kreative“ beim Aufhängen der Werke. Sie ist stolz auf ihre Mutter: „Sie hat die ganze Familie ja damals mit ihrer Kunst unglaublich überrascht. Sie ist ja quasi kreativ explodiert.“

Die Ausstellung „En hyldest til livet“ (Eine Ode an das Leben) wird von der Sonderburger Kultur-Ausschussvorsitzenden Christel Leiendecker (Schleswigsche Partei) am Sonnabend, 22. Februar, um 11 Uhr eröffnet.

Wer schaut wen an?

Notenheft zu Mariä Lichtmess

Zugegen sein wird unter anderem auch der Chor Cappella Clara. Die acht Frauen aus Sonderburg und Aarhus präsentieren unter anderem drei neue Kompositionen, die Komponistin Katrine Schink und Veranstalterin Anne Agerskov anhand von drei Gedichten des dänischen Dichters Piet Hein geschaffen haben.

Mit dem jüngst erschienenen Notenheft „Kyndelmisse" (Mariä Lichtmess) wird die Rückkehr des Lichts gefeiert. Auch das Notenheft, ebenfalls mit Werken der Künstlerin Karen Schink, kann bei „De Kreative“ erworben werden.

Karen Schink hat das Notenheft ihrer Tochter dekoriert.