deutsch-dänische Konzertreihe

Kurt Asmussen: „Es geht darum, die Dörfer näher zusammenzubringen“

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Im Raum Renz/Ladelund sollen Konzerte für einen grenzüberschreitenden Austausch sorgen (Archivfoto).

Im kommenden Sommer sind die Dörfer Renz und Ladelund Schauplatz für grenzüberschreitende Musikveranstaltungen. Organisiert von Kurt Asmussen und unterstützt durch das Interreg-Programm, soll das Projekt langfristig die Zusammenarbeit beider Orte stärken.

Im kommenden Jahr wird es in den Dörfern Renz und Ladelund rund um die Grenze jeweils eine Musikveranstaltung geben. Sie sollen dabei helfen, beide Orte näher zusammenzubringen. Stadtratspolitiker der Schleswigschen Partei (SP) und der Vorsitzende des Renzer Bürgervereins/Dörfervereins „Rens Egnsråd“, Kurt Asmussen, ist federführend in dem Projekt und findet den kulturellen Austausch wichtig: „Es kann nicht sein, dass wir so nah aneinander wohnen, aber nichts übereinander wissen. Das wollen wir auf Sicht ändern.“

Die ersten Pläne für eine engere Zusammenarbeit kamen bereits im vergangenen Sommer auf: „Es bietet sich einfach an, hier im grenznahen Raum gemeinsam Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und die Menschen zusammenzubringen“, so Kurt Asmussen damals.

Diese Pläne wurden in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv verfolgt und nun konkretisiert. Das Konzert auf deutscher Seite soll am 7. Juni stattfinden. Auf dänischer Seite ist es dann Anfang September so weit.

„Sowohl in Planungsgremien als auch bei den Helfenden werden Leute von beiden Seiten der Grenze dabei sein“, versichert Asmussen.

Uffe Iwersen, Konsulent des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), äußerte sich ebenfalls im Sommer sehr positiv über die Pläne: „Ich finde die Idee großartig. In einem ländlichen Gebiet wie Renz/Ladelund solch ein kulturelles, grenzüberschreitendes Ereignis gemeinsam auf die Beine zu stellen, ist doch fantastisch.“

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es Veranstaltungen auf beiden Seiten gegeben. Nun wurde das Projekt vom Interreg-Austauschprogramm, einem Fördertopf der Europäischen Union, mit 83.476 Euro gefördert.

Bereits 2020 fungierte Kurt Asmussen als Mitorganisator eines Konzerts in Renz (Archivfoto).

Bürgertagung als Infoveranstaltung

Die Idee ist, dass Menschen aus beiden Dörfern das jeweils andere besuchen kommen und so ein Austausch entsteht. Geplant ist dabei, dass ein deutscher Musik-Act in Dänemark und ein dänischer in Deutschland auftritt.

Die Zielgruppe für die Konzerte sind Menschen über 30 und besonders Eltern. Die familiäre Atmosphäre des Ganzen ist Kurt Asmussen dabei besonders wichtig. Aus diesem Grund wird auch auf dänischer Seite keinen Eintritt verlangt: „In den vergangenen Jahren wurden diese Veranstaltungen immer von einer familiären Stimmung begleitet. Diese wollen wir erhalten.“

Ziel sei es, die Veranstaltung in der Region zu etablieren, bevor man sich an die Vermarktung macht.

Auf deutscher Seite sieht dies allerdings anders aus. Aufgrund der größeren zu erwartenden Menschenmasse wird es beim Konzert in Ladelund einen Eintrittspreis geben.

Im kommenden Jahr findet in Voraussicht auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch eine Bürgertagung in Renz und Ladelund statt. Hier wird das Projekt noch einmal vorgestellt. Dort gibt es dann auch die Möglichkeit, sich als Freiwilliger unterstützend zu melden.

In Zukunft soll die Zusammenarbeit der beiden Dörfer auch über die Konzerte hinaus weiter anwachsen. Dafür wird im Moment auch außerhalb der geplanten Musikveranstaltungen der Grundstein gelegt: „Auch über den Faustball versuchen wir aktuell Verbindung herzustellen. Die Vereine fangen langsam an, sich miteinander zu verbinden, das sind erste wichtige Schritte. Es geht darum, die Dörfer näher zusammenzubringen“, erläutert Kurt Asmussen.