Natur

Staatliche Finanzspritze für zwei Feuchtgebiete

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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Abschnitte der Arnau wurden bereits in früheren Jahren renaturiert. Foto: DN-Archiv

Kommune Tondern hofft bei Renaturierung in Reisby und Alsleben auf das Mitspielen der Grundbesitzer. Die Behörden bauen auf einen Dialog mit den Anrainern.

Die Kommune Tondern hat – wie erhofft – von der staatlichen Landwirtschaftsbehörde eine Finanzspritze von 24 Millionen Kronen für zwei neue Feuchtgebiete erhalten. Damit ist die finanzielle Hürde für ein Projekt östlich von Reisby und ein Vorhaben an der Arnau mit Ausgangspunkt in Alslebenfeld bis Arndrup geschafft.

Entscheidend für die Umsetzung ist jedoch die Bereitschaft der Anlieger, mitzuwirken. „Es liegt an den Grundbesitzern, ob sie ihre Ländereien zur Verfügung stellen wollen. Für viele ist es eine Voraussetzung, dass wir ihnen Ersatzflächen anbieten können“, erläutert der kommunale Umweltmitarbeiter, Simon Petersen.

Minderung des Stickstoffeintrags

Das Hauptziel der Renaturierung ist das Reduzieren des Stickstoffeintrags, um die Nährstoff-Belastung im Meer zu mindern. Indem die Felder in feuchte Naturbereiche umgewandelt werden, sorgen Bakterien beispielsweise im Wurzelbereich von Schilf für den Abbau von Stickstoff-Nährsalzen, wobei atmosphärischer Stickstoff frei wird.

Zudem würden die Feuchtgebiete im Verhältnis zur Natur und der Biodiversität positive Effekte bringen. Außerdem spielen Naherholungswerte und eine bessere Arrondierung im Verhältnis zum Betrieb des einzelnen Landwirts eine Rolle.

Fertigstellung für 2022 erwartet

Wenn als nach Plan läuft, erwartet die Kommune, dass die zwei Feuchtgebiete bis 2022 fertiggestellt sind.

Ausschlaggebend für die Arbeit mit den Feuchtgebieten ist der vom Staat verordnete Gewässerplan. Dieser erlaubt den Landwirten mehr zu düngen. Im Gegenzug müssen als Ausgleich landesweit mehr Feuchtgebiete geschaffen werden.

„Wir haben eine sehr große Aufgabe, die wir binnen einer kurzen Zeitfrist bewältigen müssen. Wir streben einen guten Dialog mit den einzelnen Anliegern“, erklärt mit Bo Jessen (V) der Vorsitzende des Technischen Ausschusses der Kommune Tondern.

Nächster Schritt ist die Einladung zu einer großen Flurbereinigung, die Mitte des Jahres angekurbelt werden soll.

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