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Island hilft Dänemark auf die Sprünge

Island hilft Dänemark auf die Sprünge

Island hilft Dänemark auf die Sprünge

Reykjavik
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Torwart Hannes Haldorsson haderte beim 0:1 mit der Schiedsrichter-Entscheidung. Foto: Rosa Bragadottir/Ritzau Scanpix

Kasper Hjulmand hat seinen ersten dreifachen Punktgewinn als Nationaltrainer einfahren können. Island wurde unerwartet deutlich mit 3:0 geschlagen. Überzeugend war die Vorstellung allerdings erst in der zweiten Halbzeit.

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft darf auch für die dritte Auflage der Nations League mit einem Aufenthalt im Oberhaus planen. Die DBU-Auswahl hat im Kampf gegen den Abstieg Island erst einmal abgehängt und nach dem überraschend deutlichen 3:0-Sieg in Reykjavik die Chance gewahrt, im Rennen um die ersten beiden Tabellenplätze in der Gruppe mit England und Belgien noch einzugreifen.

Überzeugend wurde es allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Island war eine Halbzeit lang der erwartet schwere und unbequeme Gegner. Die Dänen hatten massenhaft Spielanteile, wussten damit aber nur wenig anzufangen und wurden kaum gefährlich.

Die Isländer schenkten sich selbst den ersten Gegentreffer ein. Foto: Haraldur Gudjonsson/Ritzau Scanpix

Die Gastgeber spielten schnörkelloser und direkter, halfen aber den Gegner mit zwei dicken Patzern selbst auf die Sprünge.

Torwart Hannes Halldorsson schenkte sich selbst einen ein, als seine klägliche Faustabwehr von seinem Mitspieler in Richtung Torlinie kullerte. Ob der Ball auch in vollem Umfang die Torlinie überquert hatte, ist mehr als fraglich. Das schwedische Schiedsrichter-Gespann entschied zumindest auf Tor.

Die Isländer hatten am Gegentreffer in der letzten Minute der ersten Halbzeit schwer zu knabbern und leisteten sich gleich in der zweiten Minute der zweiten Hälfte den nächsten Patzer. Nach einem eigenen Angriff ließen sie Christian Eriksen 50 Meter lang alleine aufs isländische Tor zulaufen und das 0:2 erzielen.

Die Dänen hatten dreimal Grund zum Jubeln. Foto: Haraldur Gudjonsson/Ritzau Scanpix

Die Isländer waren danach nicht in der Lage, das Spiel selbst zu machen. Die Dänen hatten Spiel und Gegner im Griff und konnten durch das schönste Tor des Tages das dritte Tor nachlegen.

Robert Skov zirkelte von der Strafraumgrenze mit seinem schwächeren rechten Fuß den Ball in den Torwinkel.

Die DBU-Auswahl schaukelte den klaren Vorsprung sicher über die Zeit und wird mit breiter Brust nach England fliegen, wo am Mittwoch der Tabellenführer wartet.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Voneinander lernen“