Radsport

Dänen müssen Tour-Hoffnungen begraben

Dänen müssen Tour-Hoffnungen begraben

Dänen müssen Tour-Hoffnungen begraben

Apenrade/Aabenraa
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Michael Valgren hat sich bei einem Sturz schwere Verletzungen zugezogen. Foto: Stephane Mahé/Ritzau Scanpix

Knapp zwei Wochen vor Beginn der Tour de France auf dänischem Boden sind die Tour-Träume von zwei dänischen Rad-Profis geplatzt. Jakob Fuglsang will sich isolieren, um sich vor Corona zu schützen.

Ein Höhepunkt hätte der Tour-Start in Dänemark werden sollen, doch Michael Valgren und Mads Würtz Schmidt müssen ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme an der diesjährigen Tour de France begraben.

Michael Valgren hat sich bei einem dramatischen Sturz beim Etappenrennen „Route d'Occitanie“ in Südfrankreich einen Beckenbruch, eine Hüft- und Knieverletzung zugezogen. Die Operation zwingt den dänischen Rad-Profi zu einer längeren Zwangspause.

„Es war meine eigene Schuld, und ich muss mich entschuldigen, ein solches Risiko eingegangen zu sein, aber ich wollte mich vor der Tour gut präsentieren, nachdem ich Corona hatte. Ich bin bei einer Abfahrt ein zu hohes Risiko eingegangen“, so Michael Valgren in einer Pressemitteilung seines Rennstalles.

Der 30-Jährige, der 2018 das Amstel Gold Race gewann, war bei seinem Sturz über die Leitplanken geflogen und einen steilen Hang heruntergerutscht. Mit einem Seil war er wieder auf die Straße zurückgeholt worden.

Jakob Fuglsang (links) beendete am Sonntag die Tour de Suisse als Dritter des Gesamtklassements. Foto: Gian Ehrenzeller/Ritzau Scanpix

Weniger dramatisch, aber genau so ärgerlich ist das Tour-Aus für Mads Würtz Schmidt. Der dänische Meister hat nach seiner Coronaerkrankung nach der Tour of Norway im Mai nicht wieder zur erhofften Form gefunden und seinem Team mitgeteilt, dass er nicht für die Tour de France zur Verfügung steht.

Ein ähnliches Schicksal würde Jakob Fuglsang gerne vermeiden. Der 37-Jährige hatte wegen der zahlreichen Corona-Fälle bei der Tour de Suisse zwischenzeitlich die Gesamtführung übernommen und am Ende den dritten Rang in der Endabrechnung belegt.

„Sollte ich eine Ansteckung vermieden haben, ist es sicherlich eine gute Idee, sich weitgehend zu isolieren, um vor dem Tour-Start eine Ansteckung zu verhindern“, sagt Jakob Fuglsang: „Es wäre ärgerlich, die Tour so zu verpassen.“

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das Gute und das Böse“