Handball

Trainer ist stolz auf seine gereifte Mannschaft

Trainer ist stolz auf seine gereifte Mannschaft

Trainer ist stolz auf seine gereifte Mannschaft

Silkeborg
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Oliver Nøddesbo Eggert und SønderjyskE trotzten BSV einen Punkt ab. Foto: Sportxpress/Ritzau Scanpix

In den Sekunden nach der Schlusssirene wussten die SønderjyskE-Handballer zunächst nicht, ob sie sich über den verpassten Sieg ärgern oder über den überraschenden Punktgewinn freuen sollten, doch am Ende überwog ganz klar die Freude über das 30:30-Unentschieden bei Bjerringbro-Silkeborg.

„Ich ärgere mich keine Sekunde. Wir standen bei der Auszeit 20 Sekunden vor Schluss vor einer Niederlage“, sagte SønderjyskE-Trainer Kasper Christensen, der sich über den einen Punkt riesig freute: „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Leistung der Mannschaft. Die Jungs sind ruhig geblieben und haben an unseren Tugenden festgehalten, selbst nach Fehlern. BSV hat den besten Angriff der Liga. Die sind ungemein aufeinander abgestimmt, und die Würfe aus dem Rückraum haben wir nie in den Griff bekommen. Die Torwartparaden kamen nach Würfen aus kürzester Entfernung, und wir stünden mit leeren Händen da, hätte Thorsten Fries in den Schlussminuten nicht vier, fünf starke Paraden rausgeholt.“

Die Auswärtspunkte gegen GOG und BSV sind für den Coach kein Zufall.

„Das ist ein Ausdruck dafür, dass die Mannschaft gewachsen und gereift ist“, freut sich Kasper Christensen nach den Problemen in der ersten Hälfte der vergangenen Saison: „Wir haben die Kontinuität aus der zweiten Hälfte der vergangenen Saison mitgenommen. Wir haben mit dem neuen Trainerstab jetzt anderthalb Jahre auf dem Buckel und stehen als Team gut gerüstet da.“

Frederik Ladefoged hatte in den Schlussminuten gleich zweimal den Siegtreffer vor Augen, scheiterte aber.

„Selbstverständlich ärgert man sich auch, dass es doch nicht mit dem Sieg klappte, aber am Ende überwiegt die Freude über den einen Punkt. Das Spiel stand in den Schlusssekunden auf des Messers Schneide. Wir hatten die zwei Punkte vor Augen, hätten aber fast noch alles verschenkt. Unterm Strich ist ein Punkt in Silkeborg richtig gut“, meint der SønderjyskE-Kreisläufer: „Ich hatte den Sieg in der Hand, erst eine Minute vor Schluss und dann noch in den allerletzten Sekunden. Ich hatte keine Ahnung, wie viele Sekunden noch zu spielen waren. Ich habe einfach aufs Tor geworfen. Ich hatte sogar Probleme, das Tor überhaupt zu sehen, weil Markussen davorstand. Ich musste den Ball in einem weiten Bogen über ihn werfen, und da hat dann am Ende ein ganz klein wenig gefehlt.“

Ladefoged freut sich auf über den zweiten starken Auftritt in Folge in fremder Halle.

„Wir haben erst bei GOG gewonnen und jetzt bei BSV gepunktet. Wir haben keine Angst vor irgendetwas, auch nicht vor schweren Gegnern. Wenn wir das Spiel lange offen halten können, besteht die Chance, am Ende etwas mitzunehmen“, so der Kreisläufer.

„Wir ärgern uns, aber SønderjyskE hat auch stark gespielt, und das nehmen wir mit in den Schlaf – oder in den fehlenden Schlaf“, meinte Ex-Nationalspieler Jesper Nøddesbo.

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