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Der SønderjyskE-Jubel verstummte

Der SønderjyskE-Jubel verstummte

Der SønderjyskE-Jubel verstummte

Hobro
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SønderjyskE-Jubel über das erste Superliga-Tor nach 331 Minuten ohne. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Mads Albæk hatte den Sieg nach sechs Spielen ohne dreifachen Punktgewinn auf dem Fuß, scheiterte aber in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt.

Der Jubel über das erste Superliga-Tor seit 331 Minuten war groß, doch der Jubel verstummte. Die SønderjyskE-Fußballer wurden knapp eine Viertelstunde vor dem Abpfiff noch abgefangen und sind nach dem 1:1-Unentschieden in Hobro seit nunmehr sieben Superliga-Spielen ohne Sieg.

Mads Albæk hätte dies noch einmal ändern können, scheiterte aber in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt.

So verpuffte erneut eine Siegchance. Verpufft ist auch der Optimismus vom Saisonstart, denn nach einer Serie von Nullnummern war es nicht gerade überzeugend, was die Hellblauen vor allem in der ersten Halbzeit gegen Hobro ablieferten.

Die Pausenführung war mehr als schmeichelhaft. SønderjyskE war bis zur Führung gar nicht im Spiel, fast in allen Bereichen zweiter Sieger gewesen. Hobro hatte sich mit mehr Biss, Aggressivität und mehr Durchsetzungsvermögen ein klares Übergewicht erzwungen, aber daraus kein Kapital geschlagen und sich kurz vor dem Seitenwechsel selbst in Bedrängnis gebracht.

Ein mit einem verkorksten Rückpass hergeschenkter Eckball konnte von Hobro zu einer weiteren Ecke geklärt werden, doch der zweite Versuch brachte die Gästeführung. Eggert Jonsson köpfte den Eckstoß von Mads Albæk an die Unterkante der Querlatte. Der auf der Torlinie stehende Mathias Haarup hatte keine Chance, ein Eigentor zu verhindern.

Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Tore verändern Fußballspiele. Mit einem Schlag waren die Gäste in der Partie. SønderjyskE bekam Spiel und Gegner besser in den Griff.

SønderjyskE steigerte sich, kontrollierte die zweite Halbzeit und ließ kaum Torchancen zu, obwohl Hobro mehr am Ball war und auf den Ausgleich drängte. Gefährlicher waren aber die Gäste. Jesper Rask musste gegen Mart Lieder und Eggert Jonsson zweimal glänzend klären.
Eine Standardsituation brachte dann doch den Ausgleich. Pål Alexander Kirkevold zirkelte den Ball ins aus knapp 25 Metern ins Tor.

Sebastian Mielitz musste sich nach 278 Minuten ohne Gegentor erstmals wieder geschlagen geben. Die gut gestaffelte Defensive legte wieder den Grundstein zum Punktgewinn, doch fast hätte es zum ersten Sieg seit Ende Juli gereicht.

Mads Albæk wurde aber in den Schlussminuten zur tragischen Figur. Erst scheiterte er in der 89. Minute mit einem starken Freistoß an Torwart Rask, in der dritten Minute der Nachspielzeit dann auch mit einem Foulelfmeter, nachdem Peter Christiansen im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

Hässliche Siege zählen auch, aber dieser wäre nicht verdient gewesen. SønderjyskE tritt in der Superliga weiter auf der Stelle und empfängt nun am kommenden Wochenende Brøndby IF.

Hobro IK - SønderjyskE (0:1) 1:1
0:1 Mathias Haarup (Eigentor/41.),1:1 Pål Alexander Kirkevold (79.)
Hobro: Jesper Rask – Jesper Bøge, Anel Ahmedhodzic, Rasmus Minor Petersen, Mathias Haarup – Edgar Babayan, Mikkel M. Pedersen, Christian Cappis – Emmanuel Sabbi (73.: Oliver Thychosen) – Julian Kristoffersen (73.: Imed Louati), Pål Alexander Kirkevold.
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Alexander Bah, Patrick Banggaard, Kees Luijckx, Stefan Gartenmann – Eggert Jonsson – Rilwan Hassan, Marco Rojas (70.: Jeppe Simonsen), Mads Albæk, Christian „Greko“ Jakobsen (87.: Peter Christiansen) – Mart Lieder (78.: Artem Dovbyk).
Gelbe Karten: Edgar Babayan, Mikkel M. Pedersen – Stefan Gartenmann, Sebastian Mielitz.
Schiedsrichter: Aydin Uslu.
Zuschauer: 2.453.

Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix
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