Eishockey

SønderjyskE packte die Stiere bei den Hörnern

Sven Sörensen Sportredaktion
Woyens/Vojens
Zuletzt aktualisiert um:
Anders Førster erzielte ein wichtiges Tor zum 1:1-Ausgleich. Foto: Karin Riggelsen

Die hellblauen Matadore hatten in ihrer Frøs Arena bei ihren 4:2-Sieg Schwerstarbeit gegen die Rødovre Mighty Bulls zu verrichten. Der Sieg wurde durch konsequentes Powerplay-Spiel der Hellblauen geschaffen.

Hiobsbotschaft

Die Hellblauen mussten zum Spiel gegen Rødovre nicht nur auf Legionäre Kyle Wharton und Rod Pelley auskommen, die voraussichtlich noch wochenlang ausfallen werden. Sondern auch auf Rasmus Nielsen der wegen einem Tackling im Esbjerg-Spiel an Marc Hagel nachträglich von der DOPS (Department of Player Security) der Metal-Liga für fünf Spieltage gesperrt wurde.

“Das mit Rasmus Nielsen war schon eine heftige Nachricht, aber damit müssen wir jetzt leben und das beste daraus machen“, so Trainer Mario Simioni. Der sich zu den Verletzungen von Kyle Wharton und Rod Pelley nicht näher äußern wollte.

Schwerer Start

In der Frøs Arena präsentierte sich das SønderjyskE-Team im ersten Drittel als perfekter Gastgeber für die Rødovre Mighty Bulls. Ohne Spielwitz und Sicherheit bei ihren Kombinationen überließen sie den „mächtigen Stieren“ das Eis.

Die Gäste wirkten flinker auf den Kufen und in ihren Pässen abgeklärter. Das 1:0 fiel schon nach anderthalb Minuten. Das zweite Tor der Gäste wurde erst gegeben, doch dann wegen eines vorangegangenen Fouls wieder annulliert.

Die Schiedsrichter ließen im ersten Drittel ziemlich viele Fouls der Gäste durchgehen. Vielleicht auch um den Spielfluss nicht häufiger als notwendig zu unterbrechen. Von Spielfluss war in den ersten 20 Minuten nicht unbedingt viel zu sehen von SønderjyskE. Es fehlte die Intensität oder besser gesagt der Wille noch eine Schippe draufzulegen.

„Im ersten Drittel waren wir wohl zu übermütig und spielten ein schreckliches Drittel. Wir hatten einfach die falsche Einstellung“, so der Coach.

SønderjyskE kämpfte sich ins Spiel

Nach dreißig Minuten war zwar immer noch nicht alles Gold, was glänzt. Aber zu mindestens schob Anders Førster den Puck in der 32. Minute über die Torlinie. Die Lauf- und Einsatzbereitschaft schien jetzt endlich geweckt zu sein bei den SønderjyskE-Spielern. Auch Goalie Kasper L. Krog wurde zunehmend sicherer und zeigte einige gute Paraden.

„Kasper Krog machte ein gute Partie und hätte vielleicht das zweite Tor halten können. Das wird er sicherlich auch selbst sagen“, äußert sich der Trainer.

Dennoch hielten sie den schnell kombinierenden Gegner aus Rødovre nicht von guten Chancen ab.

Torschütze Anders Førster war auch nicht ganz zufrieden mit den ersten beiden Drittel. „Wir brauchen einfach mehr Sicherheit am Puck. Rødovre kommt mit hoher Geschwindigkeit und presst uns weit in unserer Hälfte“.

„Im zweiten Drittel waren wir eigentlich immer noch nicht speziell gut. Aber Anders Förster machte ein tolles Tor und brachte uns wieder ins Spiel“, sagt Mario Simioni.

Sieg dank Powerplay


In der 44. Minute konnten die Hellblauen ihr Powerplay aufziehen, denn Rødovre-Spieler Kasper Jensen holte sich gleich eine vier minütige Strafe ab. Und das nutzen die Hellblauen gnadenlos aus. Martin Eskildsen und Mads O. Lund kurz nacheinander sorgten für die 3:1-Führung. In dieser Phase war sie wieder da die taktische Diszipliniertheit und der unbedingte Siegeswille. SønderjyskE war sehr konsequent in ihrer Nutzung ihres Powerplay-Spiels. Auch das 4:1 durch Steffen Frank wurde durch eine Strafzeit für den Gegner eiskalt ausgenutzt.

„Wir haben die ersten 40 Minuten nicht gut gespielt und gewinnen wahrscheinlich nur durch unsere Nutzung des Überzahl-Spiels. Ich war heute auch sehr angetan von Ronnie Brobak, der seine Sache wirklich gut gemacht hat“, fast Mario Simioni zusammen.

Die 2:4-Reduzierung der Gäste war nur noch Ergebniskosmetik. SønderjyskE festigt somit ihren zweiten Tabellenplatz.

„Wir haben ein nicht so gutes Spiel gewonnen und drei Punkte geholt. Mit unseren Powerplay-Spiel können wir heute hochzufrieden sein“, so Anders Förster.

Auch die drei anderen Top-Four-Teams der Metal-Liga, Rungsted Seier Capital (Platz 1), Aalborg Pirates (Platz 3) und Frederikshavn White Hawks (Platz 4) siegten in ihren Spielen.

SønderjyskE – Rødovre Mighty Bulls (0:1, 1:0, 3:1) 4:2.

0:1 Andre Stærmose Pison (01:29/Ass.: Jannik Karvinen, Kasper Jensen), 1:1 Anders Førster (31:41/ohne Assist), 2:1 Martin Eskilden (44:39/Ass.: Rasmus Schultz Lyø, Matt Prapavessis), 3:1 Mads O. Lund (46:12/Ass.: Phil Marinaccio, Matt Prapavessis), 4:1 Steffen Frank (55:19/Ass.: TJ Moore), 4:2 Steffen Klarskov Nielsen (56:38/Ass.: David Suvanto)

Zeitstrafen: SE 5x2 – Rødovre Mighty Bulls 4x2

Schiedsrichter: Jacob Grumsen und Michael Nielsen.

Zuschauer in der Frøs Arena: 2.423

Mehr lesen