Eishockey

SønderjyskE mit kleinerem Etat in die neue Saison

SønderjyskE mit kleinerem Etat in die neue Saison

SønderjyskE mit kleinerem Etat in die neue Saison

Woyens/Vojens
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Mario Simioni steht bei SønderjyskE künftig allein auf der Kommandobrücke. Foto: Karin Riggelsen

Das bittere Halbfinal-Aus im Kampf um die dänische Eishockey-Meisterschaft ist noch nicht ganz verdaut, doch Manager Mario Simioni hat den Blick bereits auf die neue Saison geworfen. Viele Spieler wollen bleiben, die Frage ist aber, ob das Geld für die angestrebte Kontinuität reicht.

SønderjyskE will auch in der kommenden Saison eine wettbewerbsfähige Mannschaft ins Rennen schicken, wird aber geschickt mit jeder Krone umgehen müssen, um oben dranzubleiben. Die Hellblauen haben schon seit geraumer Zeit den Titel als Finanzkrösus der Liga abgeben müssen, den man vor fünf bis zehn Jahren innehatte. Rungsted Seier Capital, Herning Blue Fox und Aalborg Pirates, vielleicht der eine oder andere auch, haben SønderjyskE überholt, und die Hellblauen werden den Etat zur kommenden Saison weiter kürzen müssen.

„Wir werden finanziell nicht zulegen – so viel kann ich sagen“, so SønderjyskE-Manager Mario Simioni zum „Nordschleswiger“: „Die dänische Liga ist wohl die einzige in ganz Europa, die in dieser Saison nicht die großen Gehaltskürzungen vorgenommen hat. Nach einer Saison ohne Fans und ohne Einnahmen werden die Spieler zur nächsten Saison Gehaltskürzungen akzeptieren müssen. Wir haben eine Idee, was wir machen werden, welche Spieler wir behalten wollen und welche nicht.“

Cameron Brown war einer von sieben SønderjyskE-Ausländern in der abgelaufenen Saison. Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Fünf Spieler haben noch laufende Verträge, die auch in der Saison 2021/22 ihre Gültigkeit haben: Nicolaj Henriksen, Mike Little, Daniel Galbraith, Oliver Gatz Nielsen und Mathias Borring Hansen. Viele Spieler aus der aktuellen SønderjyskE-Mannschaft haben allerdings signalisiert, dass sie gern eine weitere Saison dranhängen wollen.

„Alle Imports würden zur neuen Saison gerne zu uns zurückkommen. Sie mögen die Stimmung in der Umkleidekabine, das Umfeld und würden gerne die Atmosphäre erleben, die unsere Arena mit vollen Rängen hergibt“, sagt Mario Simioni, der aber das Ausländer-Kontingent zu Saisonbeginn traditionell nicht voll ausschöpfen wird: „Wir haben eine Idee, mit wie vielen Spielern wir die Saison beginnen. Ich möchte die Anzahl noch nicht sagen, aber wir werden uns dem Etat für die nächste Saison anpassen.“

Mike Little, Matt Prapavessis, Cameron Brown, Brendan Harms, Emil Bejmo, Matt Salhany und Victor Rollin Carlsson standen in dieser Saison unter Vertrag. Mario Simioni hat nun die Qual der Wahl.

„Es wäre leichter gewesen, eine Entscheidung zu treffen, wenn die Mannschaft schlecht gewesen wäre“, so der SønderjyskE-Trainer, der das Halbfinal-Aus gegen Rungsted Seier Capital noch nicht ganz verdaut hat: „Es ist immer hart, wenn man vier Spiele in Folge verliert und ausscheidet. Wenn man die Fans fragt, ist es sicherlich enttäuschend, aber wenn man die Mannschaft gesehen hat, verhält sich das anders. Sie ist an einem herausragenden Torwart gescheitert, der nicht in diese Liga gehört. Die Mannschaft hat so gut gespielt und hätte genauso gut im Finale stehen können. Das ist frustrierend und das schlimmste Gefühl.“

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