Eishockey

„Die Fans werden ein aufregendes Team zu sehen bekommen“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Woyens/Vojens
Zuletzt aktualisiert um:
Mario Simioni steht wieder bei SønderjyskE hinter der Bande. Foto: Karin Riggelsen

Rückkehrer Mario Simioni will mit SønderjyskE nach dem Tiefpunkt in der Vorsaison die Liga wieder aufmischen.

Mit Mario Simioni hinter der Bande feierte die Eishockey-Mannschaft von SønderjyskE die größten Erfolge. Mit der Rückkehr des Italo-Kanadiers soll auch der Erfolg zurückkehren, nachdem die erfolgsverwöhnten Hellblauen in der Vorsaison mit dem neunten Tabellenplatz und dem frühen Playoff-Aus, die schlechteste Saison seit mehr als einem Jahrzehnt hinlegten.

Der Meistermacher tut sich vor der Liga-Premiere am Freitag ab 19 Uhr bei den Rødovre Mighty Bulls schwer, neue Trophäen zu versprechen, kann aber eine Mannschaft mit einer anderen Attitüde versprechen.

„Die Fans werden ein aufregendes Team zu sehen bekommen. Dan Ceman und ich haben unterschiedliche Auffassungen, wie man eine Mannschaft taktisch ausrichtet. In den vergangenen Jahren hat man ein abwartendes SønderjyskE-Team gesehen, das sich wie eine schwache Fußball-Mannschaft hinten reingestellt und auf den Gegner gewartet hat. Ich gehe da total in die andere Richtung und will ein Team sehen, das aggressiv ist und viel auf den Kufen unterwegs ist“, kündigt Mario Simioni attraktiveres Eishockey an: „Ich mag mein Team. Die Arbeitseinstellung ist hervorragend. Ich sehe viele Leitwölfe, und in der Umkleidekabine wird viel gelacht.“

Die Saisonvorbereitung ist vielversprechend gewesen. Fünf Siege in fünf Testspielen lautet die Bilanz, doch wie weit es die neu formierte SønderjyskE-Mannschaft bringen kann, ist noch schwer einzuschätzen.

„Wir müssen erst einmal auch die anderen Teams sehen. Ich denke, vom Kader her ragen Aalborg und Herning heraus. Die sind von der Papierform die besten Teams, haben vor allem auf Seiten der einheimischen Spieler die stärksten Kader. Esbjerg wird auch oben mitmischen, während hinter Rungsted und Frederikshavn ein Fragezeichen stehen wird“, so der SønderjyskE-Trainer.

Von Vereinsseite aus lautete das Ziel von Anfang an ein direkter Einzug in die Playoffs. Das hieße Top 6, doch nach dem Liga-Rückzug von Gentofte ziehen nach 45 Spieltagen die sieben besten der zehn Mannschaften in die Playoffs ein. Die Nummer acht und neun ermitteln im Play-In den letzten Teilnehmer.

„Wir halten an unserem Ziel Top 6 fest. Manche meinen, dass dies eine sehr vorsichtige Zielsetzung ist, aber es wäre auch unrealistisch zu sagen, dass wir nach einem Neuaufbau direkt in den Top 2 landen. Wir wollen in die Top 6, und am liebsten Top 4, damit wir im Playoff-Viertelfinale Heimrecht hätten. Stehen wir erst in den Playoffs, kann alles passieren, und ich bin davon überzeugt, dass diese Mannschaft weit kommen kann“, meint Sportchef Kim Lykkeskov: „Testspiele sind nicht mit Pflichtspielen zu vergleichen, aber dennoch geben uns die Testspiel-Siege eine gewisse Ruhe. Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen, denn wir sind nur gut, wenn wir 100 Prozent bringen – 80 Prozent reichen nicht.“

In der Vorsaison verpassten die Hellblauen das neue Pokal-Final-Four. Die Teilnahme ist diesmal aber ein gestecktes Ziel. Die vier besten Teams nach dem 18. Spieltag am 20. November ziehen ins Final Four ein, dass Ende Februar stattfindet.

Mehr lesen