Arbeit

In Nordschleswig Anstieg bei Zahl der Arbeitslosen

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Apenrade/Kopenhagen
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Foto: Scanpix

In Süddänemark herrscht weiter die höchste Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 25 bis 29 Jahre. Nur in Kommune Sonderburg ist die Zahl der Beschäftigungslosen im Dezember unverändert gegenüber Vormonat.

In ganz Dänemark ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2017 um 1.800 gesunken. Die Arbeitslosenquote ist von 4,3 auf 4,2 Prozent gesunken – trotz der im Winter oft sinkenden Nachfrage nach Saisonkräften. Die neuesten Zahlen aus den nordschleswigschen Kommunen sehen allerdings weniger gut aus. In den Kommunen Tondern, Apenrade und Hadersleben erhöhte sich jeweils die Arbeitslosenquote um 0,2 und 0,1 Prozentpunkte auf 3,8, 4,0 bzw. 3,8 Prozent. Nur in der Kommune Sonderburg blieb die Quote unverändert bei 3,8 Prozent.

Trotz der Zunahme bei der Zahl der Arbeitslosen in Nordschleswig äußert sich der Vorsitzende des Arbeitsmarktrates für die Region Süddänemark, Jens Gaarde Gad, besorgt, dass sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften im Bereich verschärft. In Süddänemark herrscht weiter die höchste Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 25 bis 29 Jahre. In diesen Jahrgängen finden sich vor allem gerade fertig ausgebildete Akademiker und andere Berufsanfänger.
Die Statistik zeigt auch, dass in der Industrie die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter sehr hoch ist. Schlechter ist die Situation bei Verwaltungskräften und allgemein bei Akademikern.

„Der dänische Arbeitsmarkt ist weiter von Fortschritten geprägt. Bei sinkender Zahl der Arbeitslosen ist die Zahl der Beschäftigten weiter gestiegen“, so Beschäftigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre). Er erinnert daran, dass im November fast ein neuer Rekord bei der Zahl der Beschäftigten in Dänemark erreicht worden sei. Er betont, dass man noch weiter daran arbeiten müsse, die Qualifikationen der Arbeitnehmer auf den Bedarf der Wirtschaft einzustellen. Es gehe in den kommenden Jahren vor allem darum, die technologischen Kompetenzen der Bevölkerung zu erhöhen.

Es sei angesichts der oft fehlenden Angebote unter den heimischen Beschäftigten nötig, in den kommenden Jahren weitere ausländische Fachleute ins Land zu holen. „Man sollte daran denken, dass die derzeit 6.000 ausländischen Arbeiter in Dänemark der Staatskasse zu jährlich einer Milliarde Kronen zusätzlichen Einnahmen verhelfen“, so Lund Poulsen.

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