Finanzierungshilfe

Staatsgeld bringt das Wegner-Museum einen großen Schritt weiter

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Die Direktorin des Museumsvereins, Anne Blond

Die Direktorin des Museumsvereins in Tondern ist positiv davon überrascht, dass das Projekt im staatlichen Haushalt für 2025 verankert ist. Die Größe der Förderung löst Freude aus.

„Das ist extrem positiv. Ich hatte keine großen Erwartungen. Es ist sehr schwer, Bestandteil des staatlichen Haushalts zu werden“, sagt Anne Blond, Direktorin des Vereins, der in Tondern für die Errichtung eines Wegner-Museums arbeitet.

Für diesen Vorstoß sind 5,5 Millionen Kronen im Haushalt verankert. Die SVM-Regierung hat sich am Freitag mit der Sozialistischen Volkspartei und Radikale Venstre auf den Haushalt für 2025 geeinigt.

Der Verein „Foreningen Museum Wegner“ arbeitet an Plänen für ein Wegner-Museum auf dem Warfthof Hestholm südöstlich von Tondern.

Rückendeckung von mehreren Seiten

„Falls überhaupt, dann hätte ich höchstens drei Millionen Kronen erwartet, wie es seinerzeit für das Zeppelinmuseum gab“, sagt Anne Blond.

„Das ist eine gute zusätzliche Komponente, die zeigt, dass wir sowohl von staatlicher als auch von kommunaler und privater Seite gefördert werden. Besser können wir eigentlich gar nicht vorbereitet sein“, sagt die Direktorin im Kontext des kommenden Prozesses, Investitionsmittel von Stiftungen einzuwerben.

Trotz des unerwarteten staatlichen Zuschusses liegt noch ein weiter Weg vor den Projektleuten, bevor Nägel mit Köpfen gemacht werden können.

Die Kommune Tondern unterstützt im kommenden Jahr das Wegner-Projekt mit einer Investition von 500.000 Kronen. 15 Millionen Kronen haben die kommunalen Politikerinnen und Politiker für den Zeitraum von 2026 bis einschließlich 2028 vorgemerkt. Die beiden Töchter von Wegner möchten den Betrieb eines Wegner-Museums dauerhaft jährlich mit jeweils drei Millionen Kronen unterstützen.

Umsetzbarkeit auf dem Prüfstand

Direktorin Anne Blond vor dem Wohnhaus des Hofs Hestholm, wo das Wegner Museum entstehen soll.

Bevor der Verein bei verschiedenen Stiftungen anklopft, geht es an die Ausarbeitung eines Bauleitplans. „Damit befassen wir uns gegenwärtig. Wir können nicht Investitionsgelder beantragen, wenn wir nicht wissen, ob es sich überhaupt umsetzen lässt“, erläutert Anne Blond.

Im Wohnhaus sollen Arbeits- und Versammlungsräume, Toiletten und ein Café eingerichtet werden. Die Wirtschaftsgebäude sollen abgerissen und durch einen Neubau mit Ausstellungsräumen ersetzt werden.

Wenn alles nach Strich und Faden läuft, könnte das Museum in Gedenken an den berühmten Möbeldesigner aus Tondern 2028 seine Türen öffnen. „Dann muss aber auch wirklich alles klappen“, so die Direktorin. Sie erwartet, dass der ursprüngliche Ansatz von 90 bis 110 Millionen Kronen nicht reichen wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass Projekte aus Tondern im Staatshaushalt berücksichtigt worden sind. Zur Absicherung des renovierungsbedürftigen Flugzeughangars im Soldaterskoven gab es 2018 eine staatliche Finanzspritze in Höhe von drei Millionen Kronen. 2023 wurde die Einrichtung eines Musikzentrums im früheren Bahnhofsgebäude in Tondern mit zwei Millionen Kronen gefördert.