Kultur

Aus diesem Architekturbüro kommen die Skizzen für ein Wegner-Museum

Aus diesem Architekturbüro kommen die Skizzen für ein Wegner-Museum

Skizzen für Wegner-Museum kommen aus diesem Architekturbüro

Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
Direktorin Anne Blond vor dem Wohnhaus des Hofs Hestholm, wo das Wegner Museum entstehen soll. Foto: Monika Thomsen

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Cobe aus der dänischen Großstadtmetropole Kopenhagen zeichnet die vorläufigen Skizze für eine Verwandlung des Marschenhofs Hestholm bei Tondern kombiniert mit neuen Gebäuden.

Im Sommer 2023 stellte der Verein Museum Wegner die Weichen dafür, dass das zukünftige Museum auf der Warft Hestholm vor den Toren Tonderns platziert wird.

Nun ist die Suche nach einem Architekten erfolgreich abgeschlossen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Die Aufgabe wurde dem namhaften Architekturbüro Cobe aus dem Nordhafen in Kopenhagen angeboten, das nicht Nein gesagt hat. 

„Wir sind beehrt über die Möglichkeit, Hans J. Wegner, einen der ganz großen Meister des dänischen Designs, ehren zu können. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Museum Wegner, um dieses fantastische Projekt zu entwickeln“, sagt der Gründer von Cobe, Architekt Dan Stubbergaard.

Kombination von neu und alt

Bei dem Vorhaben soll der bestehende historische Marschenhof, in diesem Fall das Wohnhaus, umgestaltet und neue Anbauten errichtet werden. 

„Das Museum muss den physischen Rahmen für Wegners Designuniversum in einer Weise abbilden, die die Natur und das kulturelle Erbe der Region respektiert und gleichzeitig die internationale Anziehungskraft enthält, die Wegners Möbel ausmacht“, erklärt Stubbergaard. 

Als Erstes soll Cobe eine Skizze vom kommenden Museum Wegner zeichnen. Wenn es gelingt, die Investitionsmittel für das Gesamtprojekt einzuwerben, soll das Architekturbüro das endgültige Museum entwerfen.

Hohe Erwartungen an Zusammenarbeitspartner

Der Vorstand des Wegner Museums und Direktorin Anne Blond hatten im Februar mit fünf eingeladenen dänischen Architekturbüros Gespräche geführt. 

„Wir haben hohe Erwartungen, dass die Architekten von Cobe nachhaltig und poetisch mit dem auf einer Warft erbauten Hof Hestholm und der Geschichte des Anwesens arbeiten können, ohne, dass das Ergebnis vorhersehbar wird“, sagt Direktorin Anne Blond.

Cobe habe primär mit der Verwandlung von funktionierenden urbanen Milieus in Kopenhagen, darunter Nørreport Station, gearbeitet. 

Unendliche Weiten

„Wir glauben, dass diese Projektgeschichte ihren Zugang zur diametral entgegengesetzten Stätte, mit den unendlichen Weiten der Marsch zu allen Seiten, schärfen wird. Die architektonischen Merkmale, die uns bislang präsentiert wurden, sind originell, respektieren aber gleichzeitig Wegner und den Geist des Ortes“, so Anne Blond. 

Das Skizzenprojekt soll vor dem Sommer vorliegen.

 

Die Wirtschaftsgebäude wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren gebaut. Sie haben keinen Erhaltungswert. Sie sollen abgerissen werden. Nur das Wohnhaus soll stehen bleiben. Ausstellungsgebäude sollen gebaut werden. Foto: Monika Thomsen

Anne Blond ist zufrieden, dass die Vorarbeiten mit der Wahl eines Architekten so weit fortgeschritten sind. „Die Cobe-Mitarbeitenden müssen bei der Erarbeitung eines Projektentwurfs auch einen vorläufigen Kostenvoranschlag erstellen. Wenn dieser vorliegt, können wir anfangen, Anträge an Stiftungen zu stellen“, erklärt Anne Blond. 

Mehr lesen