Tierschutz-Affäre

Popp: Der Fall belastet mein Vertrauenskonto

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Jørgen Popp Petersen stellte sich nach der Sitzung den Fragen anwesenden Medien.

Auf einer gut besuchten geschlossenen Sitzung des Stadtrates hat Tonderns Bürgermeister seine Sicht auf die Strafanzeigen gegen ihn dargelegt. Im Anschluss räumt er ein, dass es mit seiner Wiederwahl nach dem 18. November schwieriger geworden ist.

Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) ist sich bewusst, dass die acht Strafanzeigen wegen mangelhaften Tierschutzes in seinem Schweinestall ihn als Bürgermeister belasten.

„Ich bin mir voll im Klaren darüber, dass dieser Fall mein Vertrauenskonto belastet“, sagt er, nachdem er am Donnerstagabend dem Stadtrat seine Sicht der Dinge dargelegt hat.

Der Stadtrat war fast vollzählig erschienen, um den Ausführungen des Bürgermeisters zuzuhören. Popp Petersen hofft, dass er damit ein Fundament geschaffen hat, um das Vertrauen wieder aufzubauen. Um nach der Kommunalwahl am 18. November erneut Bürgermeister zu werden, benötigt er nämlich die Unterstützung anderer Parteien.

„Mit der Wiederwahl als Bürgermeister sieht es im Augenblick sehr durchwachsen aus. Aber ich sage immer, ich bin nicht jemand, der einfach abhaut, wenn es schwierig wird“, so Popp Petersen.

Popp kämpft um das Amt

Es ist ihm an diesem Abend nicht gelungen, die anderen Parteien davon zu überzeugen, dass sie ihn auch nach der Wahl als möglichen Bürgermeisterkandidaten sehen. Sie blieben skeptisch bis abweisend. Er freut sich jedoch darüber, dass seine eigene Partei weiter hinter ihm steht.

„Ich habe große Lust dazu, als Bürgermeister weiterzumachen. Jetzt müssen wir das Urteil der Wählerinnen und Wähler abwarten“, sagt er.

Er betont erneut, dass er die volle Verantwortung für die Probleme mit dem Tierschutz auf seinem Hof übernimmt.

„Daher habe ich ja auch den Betrieb eingestellt“, so Popp Petersen.

Der Artikel wurde um 19.00 Uhr aktualisiert.