Chronik

Grenzregion und Minderheiten als Motor der dänisch-deutschen Beziehungen

Grenzregion und Minderheiten als deutsch-dänischer Motor

Grenzregion und Minderheiten als deutsch-dänischer Motor

Kopenhagen/Nordschleswig/Südschleswig
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Außenminister Jeppe Kofod (Soz.) Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

Außenminister Jeppe Kofod (Soz.) schreibt in seinem Standpunkt aus Anlass der dänischen Jahrestreffen in Südschleswig über die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Dänemark und Deutschland.

Eigentlich hätte es bereits vor einem Jahr so weit sein sollen, dass die dänische Minderheit in Südschleswig zur Jubiläumsausgabe ihrer Jahrestreffen feierlich zusammenkommt. Doch die Corona-Pandemie machte dem einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen finden die Treffen nun an diesem Wochenende statt.

Aus diesem Anlass hat Außenminister Jeppe Kofod (Soz.) einen Standpunkt geschrieben, in dem er das historische Ereignis der Grenzziehung von 1920 in Erinnerung ruft.

Bewusstsein über die Geschichte, Kultur und Identität der Minderheit gestärkt

„Obwohl das Jubiläumsjahr 2020 etwas anders verlaufen ist, als wir uns das alle vorgestellt hatten, so ist das Bewusstsein über die Geschichte, Kultur und Identität der Minderheit gestärkt worden. Nicht nur in der Regierung und dem Folketing, sondern in ganz Dänemark“, schreibt Kofod.

Er verweist auf die zahlreichen Aktivitäten, die trotz der durch Corona bedingten Beschränkungen stattgefunden haben und nennt die Grenzregion und die Minderheiten den „Motor im dänisch-deutschen Doppeldecker“.

Deutsch-dänisches Verhältnis enger als je zuvor

Das deutsch-dänische Verhältnis sieht der Minister „als enger als je zuvor“ an und verweist auf eine Untersuchung, derzufolge 53 Prozent der befragten Dänen Deutschland als das Land sehen, zu dem ein gutes Verhältnis am wichtigsten ist. Demnach wird Deutschland eine noch größere Rolle beigemessen als den USA und Großbritannien.

Die Grenzregion und die Minderheiten sind und bleiben der Motor im dänisch-deutschen Doppeldecker.

Außenminister Jeppe Kofod (Soz.)

Gute Exportchancen

Kofod freut sich auch über das Interesse Deutschlands an dänischen Innovationen, vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Energie und Klima und sieht darin gute Exportmöglichkeiten für dänische Unternehmen.

„Es kann deshalb nicht genügend hervorgehoben werden, wie wichtig es ist, dass wir in Richtung Deutschland gucken – auch in Richtung der Teile Deutschlands, die normalerweise nicht an vorderster Stelle in unserem Bewusstsein stehen“, so der Appell des Außenministers.

Freundschaftserklärung im März unterzeichnet

Im März hatte Kofod zusammen mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas die dänisch-deutsche Freundschaftserklärung lanciert und gemeinsame Zielmarken für die Zukunft aufzeigt, hierunter das Streben nach innovativen Lösungen, die Klimapolitik oder die Fehmarnbelt-Querung als Beitrag zu einem europäischen Transportnetz.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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