Deutsch-dänisches Grenzland

Johannes Callsen würdigt Fortschritte bei Sprachenvielfalt

Johannes Callsen würdigt Fortschritte bei Sprachenvielfalt

Johannes Callsen würdigt Fortschritte bei Sprachenvielfalt

Kiel
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Der Landtagsabgeordnete Johannes Callsen (CDU) aus Mohrkirch in Angeln engagiert sich für die plattdeutsche Sprache in Schleswig-Holstein ebenso wie für die Minderheitensprachen Dänisch, Friesisch und Romanes im nördlichen Bundesland. Foto: Volker Heesch

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Der schleswig-holsteinische Minderheitenbeauftragte weist auf den „Internationalen Tag der Muttersprache“ am Sonntag, 21. Februar, hin: Landesregierung hat Handlungsplan zur Stärkung der Minderheiten- und Regionalsprachen verabschiedet.

Schleswig-Holstein hat den Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im vergangenen Jahr ein großes Stück weiter vorangebracht. Darauf weist Johannes Callsen, der Minderheitenbeauftragte des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU), anlässlich des „Internationalen Tages der Muttersprache“ am kommenden Sonntag, 21. Februar, hin.

Landesregierung in Kiel aktiv

„Niederdeutsch, Dänisch, Friesisch und Romanes gehören zur kulturellen Vielfalt unseres Landes. Sie bedeuten Identität und prägen das minderheitenpolitische Profil Schleswig-Holsteins“, so CDU-Landtagsmitglied Callsen.

Mit der Verabschiedung des neuen Handlungsplanes Sprachenpolitik sei die Landesregierung wichtige Schritte für die Förderung dieser Sprachen vorangegangen, so der in Mohrkirch in Angeln beheimatete Politiker. Mit den Schwerpunkten „Bildung – Medien – Mehrwert“ gehe der Handlungsplan über den reinen Spracherwerb hinaus und umfasse auch die Außenwirkung und Sichtbarkeit dieser Sprachen.

Immer mehr Ortsschilder weisen im Kreis Nordfriesland auf die Mehrsprachigkeit des Gebietes hin: Neben Bredstedt ist auch die friesische Bezeichnung Bräist am Eingang zur Kleinstadt zwischen Niebüll und Husum zu finden. Foto: Nordfriisk Instituut

Für den Bereich der Bildung gehe es neben einem weiteren Ausbau der Modellschulen Niederdeutsch, Friesisch und Dänisch auch um eine Steigerung der Attraktivität für das Lehramtsstudium Niederdeutsch und Friesisch durch eine erhöhte Wertung der Studienleistungen in diesem Bereich. Callsen griff auch den Aspekt der Sichtbarkeit der Regional- und Minderheitensprache auf.

NDR soll Sprachenvielfalt berücksichtigen

Die Medien würden dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Landesregierung habe im neuen „NDR“-Staatsvertrag einen echten Fortschritt verankern können: „Die Regional- und Minderheitensprachen sind in den Angeboten des ,NDR’ regelmäßig und angemessen zu berücksichtigen“, heißt es dort. Die Sprechergruppen würden daher zu Recht erwarten, dass dieser erstmaligen Erwähnung der Regional- und Minderheitensprachen im Staatsvertrag auch konkret im Programm Rechnung getragen werde. Dies sei zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar, der erstmals im Jahr 2000 von der Unesco ausgerufen wurde, eine gute Nachricht für die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Schleswig-Holstein.

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