Wirtschaft

Verpackungsdatenbank: Dänische Exportunternehmen müssen sich registrieren

jt
Kopenhagen/Berlin
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Foto: Jonathan Chng/Unsplash

Dänischen Unternehmen, die deutsche Kunden haben, drohen möglicherweise Bußgelder in Millionenhöhe oder gar Verkaufsverbote. Es sei denn, sie lassen sich noch vor Silvester in der neuen deutschen Verpackungsdatenbank registrieren.

Ein neues deutsches Verpackungsgesetz kann im schlimmsten Falle Bußgelder in Millionenhöhe für dänische Exportunternehmen bedeuten. Das Gesetz sieht vor, dass alle Unternehmen, die eingepackte Waren in Deutschland verkaufen, sich in der Verpackungsdatenbank registrieren lassen. Und das vor dem 1. Januar 2019, berichtet die Tageszeitung Jyllands-Posten.

Unternehmen, die dieses Gesetz nicht einhalten, werden mit Bußgeldern in Höhe von 1,5 Millionen Kronen und einem möglichen Verkaufsverbot in Deutschland bestraft. Dies gelte auch für Webshops, die nach Deutschland verkaufen, so die umweltpolitische Chefin des Arbeitgeberverbandes Dansk Industri (DI), Karin Klitgaard.

„Sämtliche dänische Unternehmen, die in Deutschland verkaufen, sollten noch vor Silvester überprüfen, ob sie in der Datenbank registriert sind. Sonst fällt der Hammer“, erklärt Klitgaard in Jyllands-Posten.

Mit dem neuen Verpackungsgesetz will der Staat Unternehmen dazu, animieren nachhaltigere Verpackungen zu entwickeln. Die EU verlangt, dass auch Dänemark spätestens 2025 ein ähnliches Gesetz vorgibt.

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