Wolf

Dänemark erhält eine zweite Wolfszone

Dänemark erhält eine zweite Wolfszone

Dänemark erhält eine zweite Wolfszone

Dänemark/Schleswig-Holstein
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Die dänische Umweltministerin will Landwirten, die in einer Wolfszone leben und arbeiten, hohe Zuschüsse für Herdenschutzzäune geben. Foto: Michael Mazzone/Unsplash (Symbolfoto)

Während in Dänemark die Regierung Zuschüsse für Maßnahmen gibt, die Nutztiere vor Wolfsangriffen schützen soll, werden in Schleswig-Holstein nun mehr Jäger einem bestimmten Wolf nachstellen.

Dänemark hat eine zweite sogenannte Wolfszone (ulvezone) erhalten. Dies teilte das Umweltministerium mit. In dem 570 Quadratkilometer großen Areal südwestlich von Silkeborg können Schafzüchter einen staatlichen Zuschuss für den Bau wolfssicherer Zäune beantragen.

Zuschuss zwischen 80 und 100 Prozent

Der Wolf sei ein Problem für Landwirte, die ihre Nutztiere auf Weiden in Mitt- und Westjütland hielten, so die Umweltministerin Lea Wermelin (Sozialdemokraten). Sie wolle tun, was sie könne, um Nutztierhaltern helfen. Diese können nun nach Aussage der Ministerin in dem Gebiet zwischen Silkeborg, Herning, Brande und Nørre Snede einen Zuschuss zwischen 80 und 100 Prozent für die wolfssicheren Zäune erhalten. Das Gebiet ist in etwa so groß wie die Insel Bornholm.

Die Zäune sind auch im Hinblick auf Entschädigung wichtig. Laut Ministerium gibt es nur eine Erstattung, wenn bei wiederholten Wolfsangriffen der Eigentümer nachweisen kann, dass dieser seine Tiere zu schützen versucht hatte. Nach Ansicht des Ministeriums bieten diese Zäune einen sicheren Schutz.

Die Ministerin kündigte an, versuchsweise Zuschüsse für Wachhunde in drei Fällen zu geben. In Deutschland habe man gute Erfahrungen mit Wachhunden gemacht. Diese seien dort einzusetzen, wo eine Einzäunung aufgrund eines hohen Aufwandes nicht infrage komme.

Schleswig-Holstein: Mehr Jäger können Problemwolf nachstellen

In Deutschland, genauer in Schleswig-Holstein, kündigte nun das zuständige Ministerium an, die Bejagung des sogenannten Problemwolfes GW924m auszuweiten. Der Kreis derjenigen, die den Wolf schießen dürfen, wird auf bis zu 175 Personen deutlich erweitert. Bis jetzt stellte eine Expertengruppe erfolglos dem Wolf nach, nun sollen auch Jäger, deren Revier im Streifgebiet des Wolfes liegt, ebenfalls das Tier schießen dürfen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“