Fixierung von Sauen läuft mit neuer Verordnung aus

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Das Fixieren von Sauen in Kastenständen steht schon lange in der Kritik. Am Neujahrstag tritt nun eine neue Verordnung in Kraft, die die Fixierung von Sauen in Abferkelställen abschafft. Das teilt das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei mit.

Bis dato werden die meisten Sauen während der Trächtigkeit und Säugezeit in Boxen fixiert. Das soll verhindern, dass sich die Sau auf die Ferkel legt und diese erdrückt. Doch die Fixierung beeinträchtigt das natürliche Verhalten und das Wohlergehen der Sau.

Die Regierung und Vertragsparteien hinter der Dänemarks ersten Tierschutzvereinbarung (Sammen om dyrene) vom Februar 2024 gehen einen weiteren Schritt, um den Tierschutz in den dänischen Schweineställen zu verbessern. 

Künftig sollen nach der neuen Verordnung Sauen in den Abferkelställen frei laufen können – abgesehen von einem kurzen Zeitraum um die Geburt herum, in dem das Risiko, dass Ferkel erdrückt werden, am größten ist. Gleichzeitig werden Anforderungen an die Größe des Laufstalls (künftig 6,5 Quadratmeter Bodenfläche) gestellt, was unter anderem dafür sorgt, dass die Sau ihrem natürlichen Nestbauverhalten besser nachgehen kann.

Die Nutzung bestehender Abferkelställe soll mit einer Übergangsfrist von 15 Jahren auslaufen, damit die Regelung keine Enteignung darstellt. Landwirtinnen und Landwirte, die bereits auf Freilandhaltung umgestellt haben, haben 25 Jahre Zeit, um alle Anforderungen zu erfüllen.