Umwelt und Natur

Sonderburg freut sich über Verbotsvorschlag gegen Muschelfischerei

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An der Küste Alsens gibt es viele schöne Stellen. Aber dem Wasser geht es im Augenblick alles andere als gut.

Keine Muscheln mehr vom Meeresboden schaben: Auf diesen Vorschlag der dänischen Regierung für die Küstengewässer der Flensburger Förde reagiert die Sonderburger Kommune begeistert.

Dänemarks Wassermilieu befindet sich in einem kritischen Zustand und braucht Hilfe. Deshalb hat die Regierung nun einen neuen Vorschlag präsentiert, der Ausgangspunkt für die kommenden Fischereiverhandlungen ist.

Bei den 34 Maßnahmen steht ein Verbot der Grundschleppnetz-Fischerei in diversen Küstengebieten ganz oben auf der Liste. Zu diesen Gebieten gehört auch die Netzfischerei in der Flensburger Förde, im Alsensund (Alssund), in Augustenburg (Augustenborg) und im Kleinen Belt.

Das Ökosystem wieder herstellen

Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokratie) ist laut Pressemitteilung begeistert: „Es ist ein Verbot, auf das wir schon lange gewartet haben. Aber jetzt kommt es. Ich freue mich für die Sonderburger Kommune und alle die Interessenten, die sich für einen Stopp der Grundschleppnetz-Fischerei eingesetzt haben.“

Der Vorsitzende des Sonderburger Ausschusses für Natur, Klima und Umwelt, Asger Romme Andersen (Einheitsliste), pflichtet ihm bei. „Die neuen schleppnetzfreien Zonen werden dazu beitragen, das Ökosystem des Meeres wiederherzustellen. Das Wassermilieu wird wieder hergerichtet, und wir reduzieren den enormen Sauerstoffschwund, der jedes Jahr Tod und Zerstörung in unseren Meeren verursacht. Ich freue mich, wenn das Verbot in Kraft tritt.“

Die neuen schleppnetzfreien Zonen werden dazu beitragen, das Ökosystem des Meeres wieder herzustellen.

Asger Romme Andersen

Im Vorschlag der Regierung werden künftig 17 Prozent der dänischen Meeresgebiete zu schleppnetzfreien Zonen ernannt.